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Blitzer-Bilanz 2024: Millionen durch Temposünder in Potsdam!

Im Landkreis Potsdam-Mittelmark wurde im Jahr 2023 durch Geschwindigkeitsübertretungen ein Betrag von 1,6 Millionen Euro an Verwarn- und Bußgeldern erzielt. Ein Beispiel für eine drastische Geschwindigkeitsüberschreitung ereignete sich in Kleinmachnow, wo ein Autofahrer mit 142 km/h in einer 50er-Zone geblitzt wurde, was 90 km/h über dem erlaubten Limit liegt. Laut Informationen von maz-online.de zeigen die meisten Verstöße jedoch, dass die Geschwindigkeitsübertretungen im Bereich von weniger als 16 km/h zu schnell am häufigsten waren.

Der Landkreis betreibt 13 stationäre Blitzeranlagen, von denen seit 2024 schrittweise Modernisierungen durchgeführt werden. Bisher waren jedoch nur zwei der Blitzeranlagen in Glindow und Wusterwitz durchgängig in Betrieb. In Wusterwitz konnte die Zahl der Temposünder um 40 % gesenkt werden, während die Wirkung des Blitzers in Glindow marginal war. Von 2022 auf 2023 sank die Anzahl der Temposünder in den ersten Halbjahren leicht. Die Blitzer sind vor allem in Tempo-50- und -30-Zonen platziert, mit einer Ausnahme in Michendorf, wo die zulässige Höchstgeschwindigkeit 70 km/h beträgt.

Überblick über die Blitzer in Potsdam

Die Blitzeranlagen wurden inzwischen vollständig ausgetauscht; die Erneuerung der Messanlage in Michendorf ist für Anfang 2025 geplant. Mobile Blitzer wurden im Jahr 2024 in 18 Ämtern und Gemeinden insgesamt 1.400 Mal eingesetzt, was 812 Stunden mehr als im Vorjahr entspricht. Allerdings sank der Anteil der Geschwindigkeitsüberschreitungen unter den kontrollierten Fahrern nur um 0,7 %. Die meisten Temposünder wurden in Wiesenburg/Mark erfasst, während in Seddiner See die wenigsten Übertretungen registriert wurden.

In der Stadt Potsdam leben über 170.000 Einwohner, was durch die Nähe zu Berlin ein hohes Verkehrsaufkommen mit sich bringt. Behörden setzen sowohl stationäre als auch mobile Messgeräte zur Geschwindigkeitsüberwachung ein. Mobile Messgeräte werden hauptsächlich von der Polizei betrieben, wie bussgeldkatalog.org berichtete. Temposünder müssen mit Bußgeldern, Punkten in Flensburg und im schlimmsten Fall mit Fahrverboten rechnen. Es besteht die Möglichkeit, gegen Bußgeldbescheide Einspruch einzulegen, wobei es ratsam ist, sich bei Fragen an einen Blitzeranwalt zu wenden.