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Im Landkreis Emsland wurde ein Ausbruch der Vogelgrippe in einer Freilandlegehennenhaltung in Emsbüren amtlich bestätigt. Laut allesdetten.de liegt ein kleiner Bereich der Überwachungszone auch im Kreis Steinfurt.
In der Stadt Rheine sind drei Bestände mit insgesamt 56 Tieren betroffen. Um der weiteren Verbreitung der Krankheit entgegenzuwirken, erlässt der Landkreis Emsland eine Allgemeinverfügung mit Schutzmaßnahmen, die am 25. Februar in Kraft trat. Halterinnen und Halter können auf der Internetseite www.kreis-steinfurt.de unter dem Suchbegriff „Geflügelpest“ einsehen, ob sie von den neuen Restriktionen betroffen sind.
Schutzmaßnahmen und betroffene Betriebe
Die hohen Geflügelverluste sind auf das hochpathogene Influenza-A-Virus des Subtyps H5N1 zurückzuführen, wie das Friedrich-Löffler-Institut bestätigte. Rund 11.500 Tiere mussten aufgrund tierseuchenrechtlicher Bestimmungen getötet werden, wie grafschaft-bentheim.de berichtete.
Die Schutzmaßnahmen umfassen die Einrichtung einer Schutzzone im Umkreis von 3 km um den betroffenen Betrieb. In dieser Schutzzone sind neun gewerbliche Betriebe mit insgesamt 222.300 Stück Geflügel sowie 34 Hobbyhalter mit 728 Tieren betroffen. Außerdem wird eine Überwachungszone im Radius von 10 km um den Ausbruchsbetrieb eingerichtet, die in die Landkreise Grafschaft Bentheim und Steinfurt reicht. In dieser Überwachungszone sind 31 gewerbliche Betriebe mit über einer Million Tieren sowie 313 Hobbyhalter mit 4.912 Stück Geflügel betroffen.
Die Betriebe in diesen Zonen unterliegen strengen Hygienemaßnahmen. Der Transport von lebendem Geflügel und Eiern ist in den Restriktionszonen untersagt, und eine Teilausstallung für Geflügel ist nicht erlaubt. Zudem sind in der Schutzzone tierärztliche Kontrollen mit Falltiermonitoring zweimal wöchentlich vorgesehen. Betriebe mit Anzeichen einer möglichen Infektion sind verpflichtet, dies umgehend abzuklären und den Verdacht zu melden.
Nach der Räumung des betroffenen Betriebs erfolgt eine umfassende Reinigung und Desinfektion. Sollte die Schutzzone nach 21 Tagen ohne neuen Fall abgeschlossen werden können, wird sie Teil der Überwachungszone, die frühestens nach 30 Tagen aufgehoben werden kann.