
Die ersten Hochrechnungen der Bundestagswahl 2025 in Bayern wurden veröffentlicht. Dabei führt die CSU mit 37,1 Prozent der Stimmen und stellt somit die stärkste Partei. Die AfD erreicht 19,1 Prozent und wird damit zur zweitstärksten Kraft, wie Merkur berichtet. Die Grünen liegen mit 12 Prozent auf dem dritten Platz, gefolgt von der SPD mit 11,8 Prozent. Die Linke erzielt 5,5 Prozent, was einen Anstieg im Vergleich zur letzten Wahl darstellt. Ein neues Wahlrecht sorgt dafür, dass der Bundestag verkleinert wird; drei CSU-Direktkandidaten erhalten trotz Sieg kein Mandat. Im Vergleich zur Bundestagswahl 2021, bei der die AfD nur 9 Prozent der Stimmen erhielt, hat sich die Partei fast verdoppelt.
In verschiedenen Wahlkreisen zeigen die Ergebnisse der AfD signifikante Zuwächse. In Deggendorf erreicht die AfD 29,2 Prozent der Zweitstimmen (2021: 14,1 Prozent) und erzielt über 25 Prozent in den Wahlkreisen Schwandorf, Straubing, Passau und Rottal-Inn. Im Landkreis Regen kommt die AfD auf 31,3 Prozent der Zweitstimmen (2021: 15,9 Prozent). Besonders auffällig ist die Gemeinde Neukirchen beim Heiligen Blut, wo die AfD 36,2 Prozent erreicht und damit auf Platz 1 liegt. Martin Böhm von der bayerischen AfD bezeichnet die Protestwähler als zukünftige Stammwähler.
Außerordentliche Entwicklungen in der Bundestagswahl
Die aktuellen Prognosen und Hochrechnungen werfen ein Licht auf die politische Landschaft in Deutschland. Jedoch sorgt eine parlamentarische Anfrage der Unionsfraktion zu gemeinnützigen Organisationen für Empörung. Timo Reinfrank, Geschäftsführer der Amadeu-Antonio-Stiftung, äußerte in Berlin Bedenken. Laut ZDF bezeichnen Medienorganisationen wie das Netzwerk Recherche die Anfrage als „gefährliche Entwicklung“. Ziel der Anfrage ist es, herauszufinden, welche gemeinnützigen Organisationen mit Bundesmitteln gefördert werden. Das Dokument umfasst insgesamt 551 Fragen und stellt die Gemeinnützigkeit der Organisationen infrage.
Die Anfrage wurde ausgelöst durch Proteste gegen die CDU, die eine Abstimmung über eine Verschärfung der Asylpolitik mit der AfD ausgelöst hat. Proteste wurden teils von gemeinnützigen Vereinen oder staatlich finanzierten Organisationen organisiert oder unterstützt. Diese Entwicklung wirft die Frage auf, inwiefern sich gemeinnützige Vereine, die Steuergelder erhalten, parteipolitisch betätigen dürfen, ohne ihren Gemeinnützigkeitsstatus zu gefährden.