FeuerwehrSchaumburg

Großer Umwelteinsatz auf der A2: Feuerwehr kämpft gegen Farbteppich!

Am frühen Donnerstagmorgen erhielt die Feuerwehr einen Notruf eines Lastwagenfahrers auf der Autobahn 2. Der Fahrer stellte fest, dass eine weiße Flüssigkeit von der Ladefläche seines Fahrzeugs lief, was eine sofortige Alarmierung erforderlich machte. Die Kommunikation zwischen den Disponenten in der Rettungsleitstelle und dem Fahrer gestaltete sich schwierig aufgrund einer Sprachbarriere, sodass unklar blieb, wie gefährlich die ausgeschüttete Flüssigkeit war.

Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Achim Schlake erkundete daraufhin die Situation am Rastplatz und alarmierte die Feuerwehren Buchholz und Luhden um 3:41 Uhr. Zudem wurde ein Experte der Unteren Wasserbehörde hinzuzogen, um die Lage zu bewerten. Aus einem 40-Tonnen-Sattelzug, der große Mengen Farbe geladen hatte, floss die weiße Flüssigkeit auf die Fahrbahn und gelangte in die Kanalisation. Dabei war ein 1000-Liter-Behälter durch verrutschte Ladung beschädigt, wodurch mehrere Hundert Liter Farbe bereits ausgelaufen waren.

Umwelteinsatz der Feuerwehr

Um den Austritt der Farbe zu stoppen, setzten die Einsatzkräfte große Mengen Bindemittel ein. Diese wurden verwendet, um einen Damm um die ausgelaufene Farbe zu errichten und die Gefahrenstelle abzusichern. Zusätzlich kamen Dichtkissen zum Einsatz, um ein Rohr zu verschließen und so weiteren Austritt zu verhindern. Um die verbliebenen 700 Liter Farbe abzuleiten, nutzte die Feuerwehr einen Abfallcontainer. Der Umwelteinsatz dauert bis zum Zeitpunkt dieses Berichts, wobei der Rastplatz vollständig gesperrt ist und die Situation weiterhin intensiv überwacht wird, wie szlz.de berichtete.

Im weiteren Kontext von Umwelteinsätzen haben die Feuerwehren bei CBRN-Einsätzen (chemische, biologische, radioaktive und nukleare Stoffe) eine entscheidende Rolle. Hierbei wird die Analytische Task Force CRN (ATF CRN) seit 2007 zur Unterstützung angefordert. Diese Fachkräfte sind speziell ausgebildet und mit modernster Messtechnik ausgestattet. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat die Notwendigkeit unterstrichen, die Bevölkerung vor Gefahren durch freigesetzte Stoffe zu schützen.

Die Gefahrenabwehr umfasst Danger-gutzüge der Feuerwehren sowie CBRN-Erkundungsfahrzeuge und Gerätewagen Dekontamination Personal (GW Dekon P). Aktuelle ATF-Standorte sind unter anderem Berufsfeuerwehren in Hamburg, Mannheim, Dortmund, Köln, Leipzig und München. Diese Einheiten können innerhalb von 200 km in etwa drei Stunden nach Alarmierung Unterstützung leisten. Die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei und Gesundheitsdiensten für die Gefahrenabwehr wird dabei stets betont, wie feuerwehr-ub.de ausführlich darstellt.