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In Köln haben am Mittwoch rund 1000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes gestreikt, um in den aktuellen Tarifverhandlungen mehr Druck aufzubauen. Der Streik, organisiert von der Gewerkschaft Verdi, umfasste Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus verschiedenen Bereichen, darunter Kitas, städtische Bühnen, Köln-Bäder, Jobcenter, Arbeitsagenturen und die Rheinische Musikschule. Die Demonstrierenden versammelten sich am Vormittag auf dem Neumarkt.
Die Gewerkschaft Verdi fordert unter anderem eine Entgelterhöhung von acht Prozent, mindestens 350 Euro mehr im Monat sowie drei zusätzliche freie Tage. Des Weiteren sollen Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 200 Euro monatlich angehoben werden. Für über 2,6 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst wird außerdem ein „Meine-Zeit-Konto“ gefordert, um mehr Zeitsouveränität und Flexibilität zu gewährleisten.
Reaktionen und weitere Schritte
Die zweite Verhandlungsrunde, die am 18. Februar in Potsdam stattfand, endete ohne Einigung, da die Arbeitgeber kein Angebot vorlegten. Tjark Sauer, Bezirksgeschäftsführer von Verdi Köln-Bonn-Leverkusen, äußerte sich enttäuscht über das Verhalten der Arbeitgeber. Sören Hamacher, Mitglied der Bundestarifkommission, kritisierte die mangelhafte Vorbereitung auf Seiten der Arbeitgeber.
Verdi kündigte bereits weitere Streikmaßnahmen bis zur dritten Verhandlungsrunde an, die vom 14. bis 16. März stattfinden soll. Karin Welge, Präsidentin der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, zeigte sich hingegen optimistisch nach dem letzten Treffen. Judith Grövert, Geschäftsführerin der DGB-Region Köln-Bonn, wies auf die mangelnde Bereitschaft zum Dialog seitens der Arbeitgeber hin und forderte eine Entlastung für die Beschäftigten.
Bereits vor diesem aktuellen Streikbeginnen die Tarifverhandlungen für rund 2,5 Millionen Tarifbeschäftigte von Bund und Kommunen im Januar 2025, wie zusammen-geht-mehr.verdi.de berichtet. Die zentralen Forderungen sind mehr Geld, Freizeit und Wahlfreiheit, um den Zusammenhalt und die Stärke der Beschäftigten zu demonstrieren.