Rhein-Kreis Neuss

Touristische Revolution: Rheinisches Revier verwandelt sich zur Urlaubsregion!

Am 27. Februar 2025 wurde ein neues Strategiekonzept zur Tourismusentwicklung im Rheinischen Revier vorgestellt. Dieses Konzept fokussiert sich auf den Wandel der Region, der durch die Umwandlung ehemaliger Tagebaue in große Seen vorangetrieben wird. Mit dem Ziel, den Tourismus als Motor für wirtschaftliches Wachstum zu stärken und die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern, nimmt das indeland eine Schlüsselrolle in der Transformation ein.

Die Vorstellung des Konzeptes fand im Schloss Paffendorf in Bergheim statt und wurde in Zusammenarbeit mit Akteuren aus fünf Kreisen, der Städteregion Aachen sowie der Stadt Mönchengladbach im Kompetenznetzwerk Tourismus durchgeführt. Unterstützt wird das Vorhaben von der Beratungsagentur ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH aus Köln. Das Strategiekonzept soll Orientierung für die touristische Entwicklung bieten, unter anderem in den Bereichen thematische Positionierung, Entwicklung touristischer Angebote, Identifikation von Zielgruppen und Festlegung gemeinsamer Qualitätsstandards.

Umfassende Planung für die Region

Besonders betont wird im Konzept die Bedeutung eines starken regionalen Zusammengehörigkeitsgefühls. Der indeland Tourismus e. V. wird die Maßnahmen zur Umsetzung des Konzeptes weiter vorantreiben, unterstützt durch ein Folgeprojekt über die STARK-Richtlinie zur koordinierten Umsetzung der touristischen Handlungsfelder. Das Rheinische Revier umfasst die Kreise Düren, Euskirchen, Heinsberg, Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Kreis Neuss, StädteRegion Aachen sowie die Stadt Mönchengladbach und steht im Zuge der Energiewende und des Kohleausstiegs vor einem tiefgreifenden Wandel.

Die geplante touristische Entwicklung soll als ergänzender Wirtschaftszweig zur nachhaltigen Entwicklung beitragen. Die Aktivitäten umfassen auch Baden, Segeln und Kitesurfen, obwohl diese erst nach vollständiger Auffüllung der Tagebauseen möglich sein werden, was bis zu 40 Jahre in Anspruch nehmen kann. Übergangskonzepte sind in Planung, um die Region bereits früher touristisch attraktiver zu gestalten.

Aktive Naherholung wie Radfahren und Wandern soll das Revier für Anwohner angrenzender Städte interessant machen. Ein Beispiel ist das grüne Band Garzweiler, ein Rad- und Fußweg um den Tagebau, der Raum für Artenvielfalt, landwirtschaftliche Nutzung und Erholung bietet. Die Tourismusplanung wird zudem die Geschichte des Industriestandortes aufgreifen und in Museen erlebbar machen.

Ein zentraler Aspekt der Planung ist die Klimaneutralität der touristischen Aktivitäten. Projektkoordinator Sinkel erwähnt zudem die Möglichkeit eines Wasserstoffantriebs für Shuttlebusse. Das Projekt zielt darauf ab, Freizeit- und Naherholungsangebote sowie eine bessere Tourismusinfrastruktur zu schaffen, was zu Wertschöpfungsketten und neuen Arbeitsplätzen führen wird.

Für weitere Informationen über das Strategiekonzept zur Tourismusentwicklung im Rheinischen Revier, siehe [dn-news.de](https://dn-news.de/dueren-kreis/2025/02/27/vom-braunkohlerevier-zur-seenlandschaft-indeland-gestaltet-die-touristische-zukunft-des-rheinischen-reviers-aktiv-mit/) und [projekte.rheinisches-revier.de](https://projekte.rheinisches-revier.de/bewilligte-projekte/projektdetails/strategiekonzept-tourismusentwicklung).