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Am 27. Februar 2025 wurden die ersten Hochrechnungen zur Bundestagswahl in Bayern veröffentlicht. Demnach führt die CSU mit 37,1 Prozent der Stimmen, gefolgt von der AfD, die 19,1 Prozent erreichen konnte und somit auf dem zweiten Platz landet. Die Grünen liegen bei 12 Prozent, während die SPD mit 11,8 Prozent knapp dahinter landet. Die Linke verzeichnet einen Anstieg auf 5,5 Prozent im Vergleich zur vorherigen Wahl.
Die neuen Wahlbestimmungen haben zur Verkleinerung des Bundestags geführt, was zur Folge hatte, dass drei CSU-Direktkandidaten trotz gewonnenen Stimmen kein Mandat erhalten. Die AfD konnte sich im Vergleich zur Bundestagswahl 2021, in der sie lediglich 9 Prozent erzielte, fast verdoppeln. Martin Böhm von der bayerischen AfD bezeichnet Protestwähler als zukünftige Stammwähler.
Regionale Ergebnisse der AfD
Besonders stark schnitt die AfD in verschiedenen bayerischen Wahlkreisen ab. In Deggendorf erreichte die AfD 29,2 Prozent der Zweitstimmen, was im Vergleich zu 14,1 Prozent in der letzten Wahl einen signifikanten Anstieg darstellt. In mehreren Wahlkreisen, wie Schwandorf, Straubing, Passau und Rottal-Inn, überschritt die AfD sogar die 25-Prozent-Marke. Im Landkreis Regen kamen die Zweitstimmen für die AfD auf 31,3 Prozent, während sie im Wahlkreis Straubing 27,7 Prozent erzielte. Außerdem erreichte die AfD in der Gemeinde Neukirchen beim Heiligen Blut mit 36,2 Prozent den ersten Platz, gefolgt von 36,1 Prozent in Kirchdorf und 37,5 Prozent in Patersdorf.
In einer weiteren Analyse der Ergebnisse stellte sich heraus, dass die CSU bei der Bundestagswahl in Bayern insgesamt 37,2 Prozent der Stimmen erzielte, was einem Plus von 5,4 Punkten im Vergleich zu 2021 entspricht. Dies ist jedoch das zweitschlechteste Ergebnis der CSU seit 1949. Die AfD anspruchte 19,0 Prozent mit einem Zuwachs von 10 Punkten und landete somit ebenfalls auf dem zweiten Platz. Die SPD fiel auf 11,6 Prozent, während die Grünen 12,0 Prozent erreichten.
Der CSU-Spitzenkandidat Alexander Dobrindt äußerte sich erfreut über die Zugewinne und schloss eine Koalition mit den Grünen aus. CSU-Chef Markus Söder betonte die Notwendigkeit einer starken Führung und lobte den Unions-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz. Die CSU gewann alle Direktmandate in Bayern, was bedeutet, dass sie künftig mit 44 Abgeordneten im Bundestag vertreten sein wird, wobei drei Direktkandidaten aufgrund der neuen Wahlgesetze nicht ins Parlament einziehen können.
Der AfD-Landesvorsitzende Stephan Protschka bezeichnete das Ergebnis seiner Partei als hervorragend. Im Gegensatz dazu äußerte sich die SPD-Landeschefin Ronja Endres unzufrieden über das Ergebnis und verwies auf den Frust über die Ampelregierung. Der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter nannte die Ergebnisse für die SPD desaströs, während der Grünen-Abgeordnete Anton Hofreiter der Union gratulierte und Bedenken über das gute Abschneiden der AfD äußerte.
Die Ergebnisse der Bundestagswahl werfen ein Licht auf die politische Landschaft in Bayern und zeigen deutliche Veränderungen im Wählerverhalten, wie auch die Angaben von Merkur verdeutlichen. Zudem liefert BR eine umfassende Übersicht der Wahlergebnisse.