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Friedlicher Protest: 500 Braunschweig-Fans fordern mehr Gastrecht!

In Hannover fand heute eine Protestaktion von rund 500 Fans von Eintracht Braunschweig statt. Diese Demonstration richtete sich gegen die Einschränkungen für Gästefans, die im Zuge des bevorstehenden Zweitliga-Rückspiels zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig am 9. März beschlossen wurden. Die Teilnehmer marschierten vom Hauptbahnhof zum Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport, um ihrem Unmut über die Limitierung im Gästebereich Ausdruck zu verleihen. Das Motto der Demo lautete: „Gegen Gästefaneinschränkungen – Fankultur unverhandelbar!“ Die Veranstaltung verlief friedlich und wurde von der Braunschweiger Fanvereinigung Blau-Gelbe Hilfe organisiert.

Der Protest richtet sich insbesondere gegen die Anordnung, dass der Gästeblock in der Heinz von Heiden Arena nur zu 60 Prozent ausgelastet werden darf. Dies bedeutet, dass lediglich etwa 2.500 von insgesamt 4.400 möglichen Braunschweig-Fans an diesem Spieltag im Stadion sein dürfen. Diese Regelung ist nicht neu; bereits beim Hinspiel im Oktober gab es ähnliche Einschränkungen. Aufgrund von Sicherheitsbedenken hat Innenministerin Daniela Behrens (SPD) den teilweisen Ausschluss der Gästefans verteidigt und kritisierte gleichzeitig das Fanbündnis für ihre „politische und behördliche Einflussnahme“.

Hintergrund und Sicherheitsvorkehrungen

Die Anordnung zum Teilausschluss, die von der Polizeidirektion Hannover erlassen wurde, ist auf vorangegangene gewalttätige Vorfälle zwischen den beiden Fanlagern zurückzuführen. So kam es im Oktober 2024 zu einer Massenschlägerei zwischen Fußballfans in Adenbüttel. Die Polizeivizepräsident Thorsten Massinger erklärte, dass die Begrenzung des Ticketkontingents die Sicherheit für sportlich interessierte Fans erhöhen soll. Maximal 2.541 Anhänger der Eintracht wird es am 8. oder 9. März erlaubt sein, nach Hannover zu reisen, wobei der genaue Spieltermin noch von der Deutschen Fußball Liga bekannt gegeben wird. Diese Entscheidung basiert auf dem Paragrafen 11 des Niedersächsischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes. Behrens hatte im vergangenen Jahr sogar einen kompletten Ausschluss von Gästefans angedroht.

Zum Teil ausgeschlossen wurden auch die Hannover-Fans beim Hinspiel, wo lediglich 1.260 statt 2.100 Tickets verstreut wurden. Die aktuellen Vorschriften wurden mit Innenministerin Behrens abgestimmt, die die Anordnung als „richtig und angemessen“ bezeichnete. Während die Fans von Eintracht Braunschweig gegen die Regelungen demonstrieren, bleibt zu beachten, dass auch die Hannover-Fans dem Spiel fern bleiben könnten.