Krefeld

Krefeld kämpft um Gewerbeflächen: Zukunft der Unternehmen in Gefahr!

In Krefeld stehen die Pläne für ein gemeinsames Gewerbegebiet mit der Stadt Meerbusch auf der Kippe. Wie rp-online.de berichtete, ist der langfristige Mangel an Flächen für Neuansiedlungen von Unternehmen in der Stadt evident. Aktuell sind zwar noch Kapazitäten vorhanden, jedoch sind die Flächenreserven im Businesspark Fichtenhainer Allee bald erschöpft.

Die Sprecherin von Krefeld Business hat die Situation näher erläutert, während die Grundstücksgesellschaft der Stadt Krefeld mbH & Co. KG (GGK) an der Entwicklung eines neuen Gewerbegebiets arbeitet. Mit diesem Projekt soll mittelständischen Unternehmen weiterhin die Möglichkeit gegeben werden, Baugrundstücke zu erwerben.

Zusätzliche Analysen und Empfehlungen

Im Rahmen einer umfassenden Analyse, die am 05.05.2022 veröffentlicht wurde, wurden die „Gewerbe- und Industriebestandsgebiete in Krefeld“ untersucht. Diese Analyse wurde von der Stadt Krefeld, der GGK und der IHK Mittlerer Niederrhein beauftragt, um die zukunftsfähige Entwicklung der bestehenden Gewerbegebiete durch ökologische und energetische Sanierung zu fördern, wie krefeld.de feststellte.

Ein wesentliches Ziel der Analyse ist es, minder- und ungenutzte Flächenpotenziale zu entwickeln, um sogenannte „Trading-Down-Prozesse“ zu verhindern. Eckart Preen von Krefeld Business betonte die hohe Nachfrage nach Gewerbeflächen, die jedoch durch begrenzte Verfügbarkeit eingeschränkt wird. Außerdem wird von Marcus Beyer, dem Planungsdezernenten, der Bedarf an neuen Gewerbegebieten, beispielsweise südlich des Elfrather Sees, hervorgehoben. Jürgen Steinmetz von der IHK betont die Notwendigkeit einer cleveren Nutzung vorhandener Flächen zur Sicherung von Arbeitsplätzen.

Die Untersuchung umfasst insgesamt 31 Gewerbegebiete und bewertet diese nach Kriterien wie städtebaulichem Gesamteindruck und Verkehrsanbindung. Die Ergebnisse wurden in einem Ampelsystem dargestellt: Acht Gebiete erhielten eine Bewertung in Grün, 18 liegen im Mittelfeld und fünf im unteren Drittel. Zudem wurden positive Bewertungen für die Gewerbegebiete im Krefelder Süden und den Europark Fichtenhain vergeben. Konkrete Handlungsansätze wurden für fünf Standorte formuliert, die punktuelle Optimierungen, die Aktivierung von Flächenpotenzialen sowie die Sanierung der Gebäudesubstanz und die Nutzung regenerativer Energiequellen empfehlen.

Das Gutachten ist online im Ratsportal der Stadt Krefeld einsehbar.