
Am Sonntag, den 13. April, findet um 19 Uhr eine Soiree zu der Oper „Achterbahn (Miss Fortune)“ von Judith Weir im thim statt. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.
„Achterbahn“ handelt von der jungen Frau Tina, die nach dem finanziellen Ruin ihrer Familie verschiedene Aushilfsjobs annimmt. Jedes Mal, wenn sich Tinas Leben verbessert, tritt das Schicksal ein und macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Die Oper wurde 2011 von der britischen Komponistin Judith Weir uraufgeführt und thematisiert den ständigen Wechsel zwischen Glück und Unglück.
Deutsche Erstaufführung und kreative Einblicke
Die deutsche Erstaufführung der Oper wird am 26. April durch das tfn stattfinden. Bei der Soiree geben das Kreativ-Team, bestehend aus der Regisseurin Clara Kalus und dem musikalischen Leiter Achim Falkenhause, spannende Einblicke in die Hintergründe des Stücks.
Zusätzlich beschäftigt sich ein Bericht von Die Deutsche Bühne mit der Oper „Achterbahn“. Hierbei wird auf die Inspirationsquelle eingegangen: ein Märchen über Textilarbeiterinnen. In der Inszenierung, die im Festspielhaus der Bregenzer Festspiele Premiere feierte, wird die Hauptfigur Tina auf ihrer Suche nach einem Lebensweg in einer Welt der Schönen und Reichen begleitet. Die Handlung umfasst einen Finanzcrash und die Flucht von Tinas Eltern, während sie verschiedene soziale Schichten, einschließlich Slums und Textil-Akkordarbeiterinnen, erlebt.
Im Waschsalon findet Tina Geborgenheit und gewinnt ein Glückslos im Wert von 100 Millionen. Ein reicher Jungmanager forderte sie jedoch auf, das Geld den verarmten Menschen zu schenken. Die knapp zwei Stunden lange Aufführung hinterlässt das Publikum ratlos. Die Inszenierung von Chen Shi-Zheng beeindruckt durch klare, farbige Bilder und die Einbindung einer Breakdance-Gruppe. Judith Weirs Musik kombiniert Melodien und Harmonien mit Dissonanzen, wobei die orchestrale Begleitung unter der Leitung von Paul Daniel mit den Wiener Symphonikern die Szenen dramaturgisch sinnvoll unterstützt.
Obwohl die Musik überwiegend begeistert, wurde angemerkt, dass die Countertenorstimme des „Schicksals“ im Orchesterklang unterging. Die Ko-Produktion mit Londons Royal Opera nutzt das Festspielformat, und die Handlung wird als zu naiv-schlicht in eine zugängliche zeitgenössische Musik eingebettet.