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A49 nach jahrelangen Protesten endlich freigegeben – Menschen in Aufruhr!

Am Freitag wird die A49 für den Verkehr freigegeben, ein Meilenstein nach vier Jahren Bauzeit. Das letzte Teilstück der Autobahn, das die Verbindung zwischen Schwalmstadt und dem Ohmtal-Dreieck an der A5 herstellen soll, ist nun fertiggestellt. Diese neue Verkehrsverbindung zielt darauf ab, die bestehende Infrastruktur zwischen Kassel und Gießen zu entlasten und wird voraussichtlich bis zu 35.000 Fahrzeuge pro Tag anziehen. Die genaue Zeit der Verkehrsfreigabe bleibt jedoch unbekannt, wie [osthessen-news.de](https://osthessen-news.de/n11773865/nach-vier-jahren-bauzeit-a49-teilstueck-wird-freigegeben.html) berichtete.

Die Freigabe wird mit einer Feierstunde in der Stadthalle Stadtallendorf gefeiert. Allerdings sind auch Proteste gegen die Verkehrsfreigabe am Freitag angedacht, da Baumängel und Umweltbedenken während der Bauzeit immer wieder für Verzögerungen sorgten. Die Rodungsarbeiten hatten im Dezember 2020 mit dem Fällen des letzten Baumes im Dannenröder Forst begonnen, nachdem Klimaaktivisten den Protest gegen die Rodungen fortgesetzt hatten. Polizeieinsätze waren bei diesen Aktionen mit einem Großaufgebot erforderlich.

Umfassende Proteste und umstrittene Rodungen

Die Bauarbeiten für die A49 waren von erheblichen Protestaktionen begleitet, die sich im Herbst und Winter 2020 intensivierten. Wie [hessenschau.de](https://www.hessenschau.de/panorama/a49-vor-eroeffnung-verkehr-rollt-bald-ueber-umstrittenes-teilstueck-v2,a49-lueckenschluss-100.html) feststellte, kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Klimaaktivisten, die im Dannenröder Forst Barrikaden und Baumhäuser eingerichtet hatten. Der Einsatz von über 100.000 Polizeibeamten zur Durchführung der Rodungen kostete mehr als 30 Millionen Euro, während insgesamt etwa 85 Hektar Wald, darunter 27 Hektar im Dannenröder Forst, gerodet wurden.

Die Bürgermeisterin von Homberg/Ohm erhofft sich von der neuen Autobahn wirtschaftliche Impulse, einschließlich Zuzug und Tourismus, während Jakob Migenda, der Landesvorsitzende der Partei Die Linke Hessen, bekräftigte, dass die Autobahn nicht notwendig sei. Er fordert stattdessen Investitionen in Bus und Bahn und plant, sich an den Demonstrationen gegen die Eröffnung der A49 zu beteiligen.