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Die Arbeitslosenzahlen im Kreis Minden-Lübbecke zeigen einen Anstieg: Aktuell sind rund 11.000 Menschen arbeitslos gemeldet, was einen Anstieg von gut 130 Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat bedeutet. Diese Entwicklung wird von der Arbeitsagentur als saisontypisch eingestuft, wie Radiowestfalica berichtete.
Für die kommenden Monate besteht Hoffnung auf eine Verbesserung der Arbeitsmarktsituation, doch es gibt Unsicherheiten, die durch die aktuelle wirtschaftliche Lage bedingt sind. Außerdem wurde die Zahl der gemeldeten freien Stellen im Kreis mit etwa 460 angegeben, was einen Anstieg der Stellenmeldungen seit Jahresbeginn belegt.
Entwicklung im Vorjahr
Im Dezember 2024 verzeichnete der Kreis Minden-Lübbecke mit 10.415 arbeitslos gemeldeten Personen einen Rückgang um 24 Personen im Vergleich zum Vormonat (0,2 %). Im Jahr 2024 stieg die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr jedoch um 161 Personen (1,6 %). Die Arbeitslosenquote blieb bei 6,0 % konstant im Vergleich zum Vorjahr, wie der Arbeitsagentur zu entnehmen ist.
Die Situation bei der Arbeitslosenversicherung (SGB III) hat sich ebenfalls leicht verändert. Dort wurden 3.854 Personen gemeldet, was einem Anstieg von 81 Personen (2,1 %) im Vergleich zum Vormonat entspricht. Auf der anderen Seite sind 6.561 Personen im Bezug von Bürgergeld (SGB II) registriert, was einen Rückgang um 105 Personen (1,6 %) seit dem Vormonat darstellt.
Besonders auffällig ist der Anstieg bei den Arbeitslosen der Altersgruppe der über 50-Jährigen, wo 3.215 Personen registriert sind. Das stellt einen Anstieg um 147 Personen (4,8 %) im Vergleich zum Vorjahr dar. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist zwar um 12 Personen gesunken, bleibt aber mit insgesamt 4.249 Personen hoch, wobei 88,5 % dieser Langzeitarbeitslosen Bürgergeld beziehen.