
Pfarrer Istvan Gegoe hat die Seelsorgeeinheit Langenenslingen nach nur zwei Jahren des Dienstes verlassen. Der Amtsverzicht wurde von Bischof Klaus Krämer angenommen, wodurch Gegoe ab dem 1. April nicht mehr als leitender Pfarrer tätig ist. Die Gründe für seinen Rücktritt sind gesundheitliche Probleme sowie eine persönliche Gewissensentscheidung, die in einem längeren Gesprächsprozess mit Verantwortlichen in den Kirchengemeinden, im Dekanat Biberach und in der Diözese ihren Ursprung hat. Letztlich fiel die Entscheidung kurzfristig.
Das Dekanat ist nun aktiv auf der Suche nach einer Vakanzbegleitung sowie einem Priester, der als Administrator die seelsorgliche Betreuung der Gemeinden bis zur Neubesetzung der Pfarrstelle übernimmt. Die vakanten Stellen werden dreimal im Jahr ausgeschrieben. Gegoe trat die Nachfolge von Pfarrer Klaus Sanke an, der in den Ruhestand ging. Während seiner Amtszeit war Gegoe zuständig für acht Kirchengemeinden, darunter Langenenslingen, Andelfingen und Friedingen. Sanke steht nach wie vor unterstützend zur Verfügung. Bei seiner Investitur hatte Gegoe optimistisch geäußert, dass alles gut funktionieren werde.
Lebenslauf von Istvan Gegoe
Istvan Gegoe, geboren 1964 in Rumänien, wechselte Anfang 2023 in die Seelsorgeeinheit Langenenslingen, nachdem er zuvor seit 2019 als Pfarrer in Weikersheim und Creglingen tätig war. Nach seiner Übergangszeit in Langenenslingen gab er an, die Gründe für seinen Rücktritt persönlich in der Seelsorgeeinheit benennen zu wollen. Zuvor hatte er die Pfarrstelle in Weikersheim nach weniger als drei Jahren verlassen. Gegoe begann seine berufliche Laufbahn als Kirchenmusiker und Religionslehrer, bevor er mit 43 Jahren zum Priester geweiht wurde.
Die Seelsorgeeinheit Langenenslingen umfasst die Kirchengemeinden St. Konrad in Langenenslingen, St. Nikolaus in Billafingen, St. Cyriakus in Andelfingen, St. Jakobus in Dürrenwaldstetten, St. Katharina in Egelfingen, St. Pankratius in Emerfeld, St. Blasius in Friedingen und St. Johannes Nepomuk in Wilflingen. Gegoe wird am Donnerstag, 17. April, ab 19 Uhr im Rahmen einer Werktagsmesse verabschiedet.