Freudenstadt

Blutiger Urlaub: Sicherheitschef in Tulum erschossen – Touristen in Gefahr!

Der Sicherheitschef José Roberto Rodríguez des beliebten Badeorts Tulum in Mexiko wurde erschossen. Der Vorfall ereignete sich durch bewaffnete Angreifer, die auf einem Motorrad unterwegs waren. Rodríguez und sein Leibwächter wurden angegriffen, wobei ein mutmaßlicher Täter ebenfalls ums Leben kam. Der Sicherheitschef wurde von sechs Schüssen getroffen und starb später im Krankenhaus. Tulum ist bekannt für seine Boutique-Hotels, Strände und Maya-Ruinen und zieht jährlich fast 200.000 deutsche Touristen an.

Die Region Riviera Maya, zu der Tulum gehört, gerät zunehmend ins Visier von Drogenkartellen. In den letzten Jahren gab es immer wieder gewalttätige Auseinandersetzungen in der Region. So wurde im Jahr 2021 eine deutsche Frau bei einer Schießerei zwischen rivalisierenden Drogenbanden in Tulum getötet, wie Schwarzwälder Bote berichtete.

Gewalt in Touristenzielen

In den Touristenzielen Cancun und Playa del Carmen hat die Gewalt ebenfalls zugenommen. So wurden am Strand des Luxushotels Fiesta Americana Condesa in Cancun vier hingerichtete Leichen gefunden. Dieser Vorfall stellt eine Zäsur dar, da Drogenbanden zuvor darauf geachtet hatten, Touristen nicht zu gefährden. Das Auswärtige Amt in Deutschland warnt, dass unbeteiligte Touristen bei Schusswechseln zwischen rivalisierenden Gruppen in Gefahr geraten können.

Im Juni wurden in der Nähe von Cancun zwei europäische Auswanderer überfallen: Ein deutscher Mann wurde getötet, während seine britische Freundin schwer verletzt wurde. In Tulum gibt es Berichte über steigende Kriminalität und Entführungen; die US-Botschaft warnt vor äußerster Vorsicht. Die Zahl der Morde in Tulum hat sich in den letzten Jahren vervielfacht, oft unbemerkt von Touristen. Wie Welt berichtet, haben die Behörden in Tulum bereits Maßnahmen wie reduzierten Alkoholausschank und verkürzte Öffnungszeiten eingeführt, um die Sicherheit zu erhöhen.

Touristen berichten von Sicherheitsbedenken, insbesondere nachts. Die Tourismusbranche in Cancun ist alarmiert, da Berichte über Gewalt Urlauber abschrecken können. Es wird darauf hingewiesen, dass einige Touristen gezielt nach illegalen Aktivitäten wie Drogen und Prostitution suchen. Das US-Außenministerium empfiehlt Reisenden, gefährliche Gebiete zu meiden und sich aus potenziell gefährlichen Situationen zu entfernen.