
Das erste Nagolder Heimatbuch, ein bedeutendes Werk der regionalen Geschichte, feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Es wurde 1925 veröffentlicht und hat bis heute an Relevanz nicht verloren. Im Rahmen dieses Jubiläums wird im „Museum im Steinhaus“ eine Ausstellung gezeigt, die bis zum 18. Mai 2025 andauert. Diese Ausstellung präsentiert Werke des Künstlers Karl Bach, der mit über 250 Illustrationen, darunter Tuschzeichnungen und Holzschnitte, im Nagolder Heimatbuch vertreten ist.
Karl Bach, geboren 1877, war Absolvent der Königlich-Württembergischen Kunstgewerbeschule und Oberlehrer am Nagolder Lehrerseminar. Das Buch umfasst insgesamt 384 Seiten und gilt als qualitativ hochwertig. Professor Dr. Georg Wagner, der von 1913 bis 1925 am Lehrerseminar in Nagold und später an der Universität Tübingen lehrte, war der Herausgeber des Werkes und verfasste den Artikel „Aus der Erd- und Landschaftsgeschichte“.
Zusammenarbeit mit namhaften Wissenschaftlern
Das Heimbuch wurde von weiteren bedeutenden Persönlichkeiten unterstützt. Professor Dr. Peter Goessler, ein Altphilologe und Archäologe, war beratend tätig, während Professor Dr. Oskar Paret, ebenfalls Archäologe und Landeskonservator, einen Beitrag über „Die urgeschichtliche Besiedlung“ verfasste. Weitere Mitwirkende waren Professor Dr. Friedrich Hertlein, der die römische Geschichte mit dem Thema „Vom Alter unserer Wege“ behandelte, und Johann Georg Dieterle, der über „Aus der Geschichte“ schrieb. Professor Dr. Felix Schuster schließlich beleuchtete die Bauten in Nagold mit seinem Beitrag „Altnagold und seine Bauten“.
Das Nagolder Heimatbuch ist nach wie vor ein Schlüssel zum Verständnis der lokalen und regionalen Geschichte Nagolds, obwohl es nicht mehr im regulären Buchhandel erhältlich ist. Interessierte können es jedoch antiquarisch erwerben, zum Beispiel über [AbeBooks](https://www.abebooks.com/Nagolder-Heimatbuch-Wagner-Georg-Hrsg-Bach/30769078214/bd), wo das Antiquariat Seibold das Buch anbietet.