Freudenstadt

Neustart für Freudenstadts legendäre Zwitscherstube: Ein langer Traum wird wahr!

Die Zwitscherstube der Waldlust in Freudenstadt soll nach Jahren der Schließung wiedereröffnet werden. Diese einst berühmte und berüchtigte Bar war seit Jahrzehnten geschlossen, doch die Denkmalfreunde Waldlust haben sich vorgenommen, die Zwitscherstube erneut zum Leben zu erwecken. Die Renovierungsarbeiten sollen mit eigenen Kräften, Auszubildenden und Handwerkern realisiert werden. Die Fertigstellung der Arbeiten ist für Oktober 2025 angestrebt.

Das Projekt wird maßgeblich von Bernd Leix, Matthias Jarcke, Siegfried Schmidt und Michael Wolf unterstützt, die sich für die Wiederherstellung des traditionsreichen Lokals engagieren. Die Wiedereröffnung der Zwitscherstube stellt einen wichtigen Schritt dar, um das Erbe der Waldlust und ihre bemerkenswerte Geschichte zu bewahren, die bis ins Jahr 1900 zurückreicht.

Historie der Waldlust

Die Waldlust, ein ehemaliges Hotel und bekanntes Ausflugsziel, hat eine lange und bewegte Geschichte. Freudenstadt war lange Zeit ein unbedeutender Urlaubsort, bis 1879 der Anschluss an die Gäubahn erfolgte, was die Erreichbarkeit von Stuttgart verbesserte. Die Entwicklung zum Touristik- und Kurzentrum begann zügig.

Im Jahr 1900 wurde das Waldcafé „Waldlust“ mit zwölf Zimmern eröffnet. Die Familie Luz, die mehrere Hotels in der Region betrieb, führte das Etablissement, das sich schnell zu einem beliebten Ziel für wohlhabende Gäste entwickelte. Über die Jahre erlebte die Waldlust mehrere Blütezeiten und wurde als hochelegant beschrieben, insbesondere während ihrer ersten Phase bis etwa 1914.

Die turbulente Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg brachte jedoch große Herausforderungen mit sich, darunter die Nutzung als Lazarett und die Zerstörung der Freudenstädter Innenstadt durch Artilleriebeschuss im Jahr 1945. Obwohl die Waldlust von Zerstörung verschont blieb, war sie stark betroffen und wurde 1947 als „Privatkrankenanstalt“ genutzt.

In den 1950er Jahren erlebte die Waldlust eine Renaissance mit täglich stattfindenden Tanz- und Unterhaltungsangeboten. Ab den 1960er Jahren setzte jedoch ein Rückgang des Tourismus im Schwarzwald ein. 1978 wurde das Hotel schließlich geschlossen, und nach mehreren Betreiberwechseln und Umbenennungen steht die Waldlust bis heute im Besitz eines Privatunternehmers, während die Denkmalfreunde sich um die Instandhaltung kümmern.

Die Geschichte der Waldlust und ihrer Einrichtungen macht deutlich, wie bedeutend dieser Ort für die Region war und wie wichtig die bevorstehende Wiedereröffnung der Zwitscherstube für die Bewahrung dieses Erbes ist. Das Engagement der Denkmalfreunde könnte der Waldlust neue Impulse geben und ihre lange Tradition fortsetzen, wie [schwarzwaelder-bote.de](https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.waldlust-in-freudenstadt-zwitscherstube-soll-aus-langem-dauerschlaf-erweckt-werden.471069cb-82ca-4540-b7ca-f0f3c2d6e57b.html) sowie [waldlust-denkmal.de](https://waldlust-denkmal.de/zeitstrahl/) berichten.