Hohenlohekreis

Lebensretter im Einsatz: Brüder retten 93-Jährige aus eiskaltem Kocher!

In Künzelsau haben zwei Brüder, Ejmad und Kastriot Demaku, einer 93-jährigen Frau das Leben gerettet. Die Rettung fand am Montagnachmittag statt, während die Brüder neben dem Fluss Kocher Fußball spielten. Ein älterer Mann informierte sie darüber, dass eine Frau im Fluss trieb. Daraufhin sprang Kastriot Demaku in das eisige Wasser und zog die Frau ans Ufer, während Ejmad Demaku half, die Frau aus dem Wasser zu holen. Die Rettungskräfte trafen kurz darauf ein und brachten die Frau ins Krankenhaus.

Die Brüder erkannten erst am nächsten Tag, dass sie ein Leben gerettet hatten, als sie Nachrichten von Freunden und Familie erhielten. Sie äußerten, dass sie es immer wieder tun würden und bezeichneten die Rettung als selbstverständlich. In diesem Zusammenhang betont der Abteilungskommandant der Feuerwehr Künzelsau, Stephan Klein, die Wichtigkeit des Austauschs unter den Kameraden. Die Notfallseelsorge im Hohenlohekreis bietet Unterstützung für Einsatzkräfte und Angehörige zur Verarbeitung belastender Erlebnisse. Ute Karle, Leiterin der Notfallseelsorge, gab Tipps zur Verarbeitung von stressigen Erlebnissen, die das Sprechen mit anderen, Sport, Musik und das Essen von etwas Gutem umfassen. Zudem empfiehlt sie, Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn die eigenen Bewältigungsstrategien nicht ausreichen, wie [SWR](https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/93-jaehrige-aus-kocher-gerettet-kuenzelsau-lebensretter-notfallseelsorge-102.html) berichtete.

Psychosoziale Unterstützung für Einsatzkräfte

In der Notfallseelsorge spielt die psychosoziale Betreuung eine wesentliche Rolle, insbesondere nach schweren Unglücken. Diese Belastungen wirken sich nicht nur auf die Betroffenen, sondern auch auf die Einsatzkräfte aus. Ehrenamtliche und hauptberufliche Helfer im Bereich Feuerwehr, Rettungsdienst sowie Zivil- und Katastrophenschutz sind ebenfalls stark belastet. Es ist wichtig, psychosoziale Unterstützung für Überlebende, Angehörige, Hinterbliebene und Zeugen bereitzustellen, wie die Landesregierung von Schleswig-Holstein erläutert. Die Notwendigkeit der psychosozialen Betreuung soll den Menschen helfen, ihren Stress individuell zu bewältigen. Psychologische und seelsorgerische Betreuung vor und nach Einsätzen ist ein Teil der Gesundheitsvorsorge. Die Landesregierung unterstützt die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) mit einer Landeszentralstelle, die an der Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein angesiedelt ist. Diese Koordinationsstelle entwickelt ein Netzwerk zur PSNV, das Mitglieder aus verschiedenen Hilfeleistungsorganisationen, Feuerwehren, Kirchen, Kassenärztlicher Vereinigung und Landespolizei umfasst, wie [schleswig-holstein.de](https://www.schleswig-holstein.de/DE/fachinhalte/F/feuerwehr/notfallseelsorge) berichtete.