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Politiker besuchen Siemens in Rastatt: Zukunft der Arbeitsplätze im Fokus!

Am 27. März 2025 besuchten Andreas Stoch, Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag Baden-Württemberg, und Jonas Weber, Landtagsabgeordneter der SPD, den Siemens-Standort in Rastatt. Ziel des Besuchs war es, sich über die aktuelle Situation sowie die Zukunftsperspektiven des Standorts zu informieren. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand das vom Betriebsrat initiierte Projekt RasanT25+, welches auf die Entwicklung neuer Produkte, den Erhalt von Arbeitsplätzen und die langfristige Sicherung des Standorts in Rastatt abzielt.

Das Projekt RasanT25+ zeigt bereits Erfolge und wird als positives Beispiel für betriebliche Mitbestimmung hervorgehoben. Christian Herbon, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Gaggenau, betonte die Notwendigkeit eines Dialogs mit der Politik, um die industrielle Zukunft der Region zu sichern. Die Gäste aus der Politik waren beeindruckt vom Engagement der Belegschaft und der Arbeit des Betriebsrats. Andreas Stoch hob den Mut des Betriebsrats hervor, solche Projekte zu starten und aktiv für die Sicherheit der Mitarbeiter zu sorgen. Die IG Metall Gaggenau kündigte an, den Prozess weiterhin zu unterstützen.

Weiterbildungsmaßnahmen und Zukunftsfonds

Diese Initiativen stehen im Kontext eines größeren Projekts des Zukunftsfonds von Gesamtbetriebsrat und IG Metall mit Siemens in Rastatt. Am 16. Februar 2023 erhielten acht Kollegen aus dem ungelernten und angelernten Bereich ihr Zeugnis, nachdem sie erfolgreich eine Ausbildung zum Mechatroniker abgeschlossen hatten. Dies eröffnet den Absolventen höhere qualifizierte Einsatzmöglichkeiten am Standort Rastatt.

Tobias Morlock, Bereichsleiter Prozesse und Technologie, unterstrich den Bedarf an neuen Facharbeitern in Anbetracht der fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung, die die Berufe am Standort Rastatt verändert. Das Reskiller 1 Programm war die erste Qualifizierungsmaßnahme aus dem Zukunftsfonds der Siemens AG, für die 840.000 Euro für Weiterbildung und Qualifizierung bereitgestellt wurden. Das Reskiller 2 Programm wird mit 1,2 Millionen Euro aus dem Zukunftsfonds fortgesetzt. Ca. 20 Kollegen zeigten Interesse an der ersten Informationsrunde für Reskiller 2 und erhielten dank der Unterstützung von IG Metall, der Agentur für Arbeit, SPE Karlsruhe und der Ausbildungsleitung wertvolle Hilfestellung.