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Am 2. Juni 2023 erlebte der Ortsteil Klaffenbach in Rudersberg eine verheerende Flutkatastrophe. Der 82-jährige Werner Diggelmann, der seit 35 Jahren in einem alten Fachwerkhaus nahe der Wieslauf lebt, geriet in Lebensgefahr. Während des Vorfalls war er mit seiner Tochter und Lebensgefährtin vor Ort. In einem dramatischen Moment wurde der Kellerboden von dem aufsteigenden Wasser verschluckt, und Diggelmann konnte nur mit Mühe gerettet werden. Er berichtete von einer Nahtoderfahrung und der Herausforderung, mit den Folgen der Katastrophe umzugehen, während die Gemeinde weiterhin nach Normalität sucht, wie [Stuttgarter Zeitung](https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.flut-betroffener-aus-rudersberg-die-nacht-als-der-kellerboden-ihn-verschluckte.73d8b6b0-1cd6-45bb-ad7e-df5e1592e53b.html) informierte.
Die Flut hatte weitreichende Schäden im Rems-Murr-Kreis zur Folge. Besonders stark betroffen war der Ort Rudersberg, wo zahlreiche Häuser, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen schwer beschädigt wurden. Erste Schätzungen der Gemeinde beziffern den Schaden auf über 120 Millionen Euro. Sieben Wochen nach der Katastrophe sind zwar die meisten Straßen wieder befahrbar und der Schlamm wurde weitgehend entfernt, doch viele Geschäfte stehen vor enormen Herausforderungen. In der Metzgerei Hinderer wurde durch 1,80 Meter hoch stehendes Wasser ein Totalschaden verursacht; sämtliche Geräte, Möbel und Wände mussten entfernt werden. Das Ehepaar Hinderer hofft, im November wieder eröffnen zu können, während unklar bleibt, inwieweit der Versicherungsschaden abgedeckt wird. Auch die Brüder Klotzbücher, die ein Sanitätsgeschäft führen, müssen ihre Räumlichkeiten kernsanieren, eine Wiedereröffnung ist frühestens im März nächsten Jahres realistisch, wie [SWR](https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/rudersberg-hochwasser-sieben-wochen-spaeter-100.html) berichtete.
Nachwirkungen der Katastrophe
Die Laufenmühle bei Welzheim wurde ebenfalls stark beschädigt, wobei glücklicherweise keine Verletzten zu beklagen sind. Ein Inklusionsprojekt musste vorübergehend geschlossen werden. Am 13. Juli konnte die Laufenmühle jedoch wieder öffnen, wobei die Straße von Welzheim zur Mühle wieder befahrbar ist. Die Verbindung über Rudersberg bleibt allerdings weiterhin gesperrt. Die Betroffenen setzen große Hoffnungen in künftige Entwicklungen, um die entstandenen Schäden zu beheben und ihre Geschäfte wieder aufzubauen.