
In Essingen, einer kleinen Gemeinde mit 6.500 Einwohnern östlich von Stuttgart, ist die Diskussion um einen Döner-Imbiss entbrannt. Die örtliche Jugend hat eine Online-Petition ins Leben gerufen, um einen Dönerstand in der Gemeinde zu fordern. Lucas Fuchs, der 18-Jährige Initiator der Petition, möchte damit einen Treffpunkt für die Jugendlichen schaffen, da es in Essingen keine Jugendgemeinde gibt.
Ein Imbissbetreiber hatte bereits einen Bauantrag für die Eröffnung eines Dönerstands gestellt, dieser wurde jedoch abgelehnt. Bürgermeister Wolfgang Hofer erklärte, dass die Ablehnung aufgrund fehlender planungsrechtlicher Voraussetzungen erfolgt sei. Dennoch sieht er einen großen Bedarf an einem solchen Angebot in der Gemeinde und unterstützt die Idee eines Dönerladens.
Anwohner sorgen für Bedenken
Trotz der Unterstützung gibt es auch Widerstand. Anwohner äußerten Bedenken wegen möglichem Lärm, Gerüchen und Abfall, die ein Dönerimbiss verursachen könnte. Ein Anwohner merkte an, dass Dönerläden in der Regel um 22 Uhr schließen und somit keine große Lärmbelästigung verursachen würden. Die Standortsuche für den neuen Imbiss betreffe vor allem das Areal des ehemaligen Kindergartens Rappelkiste, aber die Anwohner haben alternative Vorschläge für mögliche Standorte eingereicht.
Die Petition zu dem Thema hat bereits mehr als 1000 Unterschriften gesammelt und landesweit Aufmerksamkeit erregt, wie [esslinger-zeitung.de](https://www.esslinger-zeitung.de/inhalt.doener-debatte-in-essingen-jugendliche-fordern-doener-imbiss-trotz-widerstand.5f06a826-6475-4eda-837a-265f95528305.html) berichtete. Bürgermeister Hofer ist optimistisch, einen Standort für den Dönerstand zu finden, sieht jedoch die Suche nach einem finanziellen Konzept für den gewünschten Bau eines Schwimmbads als schwieriger an. Der nächste Dönerimbiss befindet sich insgesamt acht Kilometer entfernt in Aalen.