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NASA schaltet Voyager-Instrumente ab – Ende einer Ära im All!

Die NASA hat mit dem Abschalten von Instrumenten der „Voyager“-Raumsonden begonnen, um den Stromverbrauch zu reduzieren. Diese Sonden, die im Jahr 1977 gestartet wurden, sind die am weitesten von der Erde entfernten menschengemachten Objekte und haben die Grenze des Sonnensystems überschritten. Aktuell sind noch drei von ursprünglich zehn Instrumenten auf jeder Sonde aktiviert.

Wie NP-Coburg berichtet, wurde Ende Februar ein Experiment auf „Voyager 1“ abgeschlossen, in dem kosmische Strahlung gemessen wurde. Für Ende März ist geplant, ein Instrument auf „Voyager 2“ abzuschalten, das niedriegere Energie geladene Teilchen erfasst. Die Sonden speisen ihre Systeme mit Energie aus radioaktivem Plutonium, verlieren jedoch jährlich etwa vier Watt. Die NASA plant, in etwa einem Jahr weitere Instrumente abzuschalten, um den Energieverbrauch weiter zu steuern. Theoretisch könnten die Sonden bis in die 2030er Jahre aktiv bleiben.

Aktuelle Erkenntnisse aus interstellarer Forschung

Zusätzlich zu diesen Energiesparmaßnahmen hat Space.com über eine wichtige Entdeckung von „Voyager 1“ berichtet, die einen schwachen Plasma-„Hum“ im interstellaren Raum erkannt hat. Dieser wird als sanfter Regen beschrieben und ist ein Ergebnis der Messungen, die Voyager 1 seit seinem Überqueren der Heliosphäre im Jahr 2012 durchführt. Das Raumfahrzeug hat entdeckt, dass die Sonne und ihre Aktivitäten weitreichende Auswirkungen auf den interstellaren Raum haben, und hat wichtige Daten über die Dichte des Plasma in der interstellaren Materie gesammelt.

Die neu gewonnenen Erkenntnisse über diesen Plasma-„Hum“ erlauben es, die Dichte des interstellaren Mediums kontinuierlich zu verfolgen, was zu einem tieferen Verständnis der niedrigen Aktivitäten in diesem Raum führt. Voyager 1 wird voraussichtlich weiterhin Daten über die Plasma-Dichte senden, solange die Energiequellen des Raumschiffs, die auf Plutonium basieren, aktiv sind. Diese Quellen werden jedoch voraussichtlich innerhalb dieses Jahrzehnts erschöpft sein.