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München erschüttert: Auto-Anschlag – Täter in Psychiatrie verlegt!

Am 26. Februar 2025 wurde bekannt, dass Farhad N. (24), der mutmaßliche Auto-Attentäter von München, von einer Justizvollzugsanstalt in eine psychiatrische Einrichtung verlegt wurde. Nach Berichten von Merkur wurde der Täter aus der JVA Stadelheim in die psychiatrische Abteilung der JVA Straubing gebracht. Diese Maßnahme sei aufgrund von Anzeichen für eine psychische Erkrankung erfolgt. Ein Kurzgutachten zur psychiatrischen Begutachtung soll noch in dieser Woche stattfinden.

Zuvor waren die Ermittler von einer islamistischen Motivation für Farhad N.s Verbrechen ausgegangen. Laut den Berichten wurde eine psychische Erkrankung bis dato ausgeschlossen, was nun jedoch in Frage gestellt wird. Farhad N. raste am 13. Februar mit einem Mini in eine Streik-Demo in der Seidlstraße und verletzte Dutzende Menschen; eine 37-jährige Mutter und ihre zweijährige Tochter starben später an ihren Verletzungen. Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann gab an, dass Farhad N. zuvor nie auffällig war und eine nicht-extremistische Moschee besuchte.

Details zum Anschlag

Die Ereignisse rund um den Anschlag in München sind weiterhin Gegenstand intensiver Ermittlungen. Der Generalbundesanwalt ermittelt wegen des Verdachts auf 39-fachen versuchten Mord, und Farhad N. befindet sich in Untersuchungshaft. Laut inFranken gab es keine Hinweise auf ein Netzwerk oder Verbindungen zu Terrororganisationen, trotz des Ausrufs „Allahu Akbar“ des Täters nach der Tat. Ein Social-Media-Post, in dem Farhad N. religiöse Inhalte teilte, steht ebenfalls unter der Lupe der Ermittler.

Die Tat erregte auch politische Aufmerksamkeit; die Diskussion über Abschiebungen nach Afghanistan wurde neu entfacht, wobei Bundeskanzler Olaf Scholz und andere Politiker schnellere Maßnahmen für straffällige Ausländer forderten. Farhad N. hatte zuvor einen gescheiterten Asylantrag in Deutschland gestellt und wird als jemand beschrieben, der vor dem Anschlag vermehrt über den Islam sprach und religiöse Inhalte teilte.

Die Angehörigen der Opfer wandten sich gegen die Instrumentalisierung des Todes von Mutter und Tochter und betonten die Errungenschaften und den Einsatz der 37-jährigen Mutter für Gerechtigkeit sowie Arbeitnehmerrechte.

Die Polizei richtete eine Zeugen-Sammelstelle ein und forderte die Bevölkerung auf, Bilder und Videos, die mit dem Vorfall in Zusammenhang stehen, einzureichen.