Oberspreewald-LausitzSpree-Neiße

Verdi-Streik trifft Spree-Neiße: Müllabfuhr fällt aus!

Für die Region Spree-Neiße sind am 6. und 7. März 2025 Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi angekündigt, die vor allem die Müllentsorgung im Landkreis betreffen. Wie Niederlausitz Aktuell berichtet, müssen betroffene Haushalte mit möglichen Ausfällen bei der Abfallentsorgung rechnen und bis zum nächsten regulären Abfuhrtermin warten. Ein Anspruch auf Schadensersatz oder Gebührenermäßigung für ausgefallene Entsorgungstermine besteht nicht.

Verdi hat zudem zu ähnlichen Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Südbrandenburg aufgerufen. Der Hintergrund sind laufende Tarifverhandlungen, bei denen die Arbeitgeber bislang kein Angebot vorgelegt haben. Die Betroffenheit erstreckt sich auf verschiedene Einrichtungen, darunter Kommunalverwaltungen, Kitas und Stadtwerke in Cottbus, Spree-Neiße, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Dahme-Spreewald. Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 8 Prozent, mindestens 350 Euro monatlich, höhere Zuschläge sowie zusätzliche freie Tage. Ausgenommen von den Streiks sind Rettungsdienst und Feuerwehr.

Weitere Auswirkungen des Streiks

Zusätzlich berichten Tagesschau von einem umfassenden dreitägigen Warnstreik im öffentlichen Dienst, der in Brandenburg begonnen hat. Auch hier sind die Müllabfuhr sowie Einrichtungen wie Kitas, Horte und Sparkassen betroffen. In einigen Gegenden, wie in Potsdam und Potsdam-Mittelmark, bleibt die Müllabfuhr aus, und die Recyclinghöfe sind geschlossen. Verdi hat in den Verhandlungen für 2,5 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst Druck aufgebaut, da die Arbeitgeber, vertreten durch die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), die Forderungen als nicht finanzierbar zurückgewiesen haben.

Die Innenministerin Nancy Faeser (SPD) hat sich zu ernsthaften Verhandlungen bereit erklärt, während Verdi weiterhin auf ein verhandelbares Angebot für die nächste Verhandlungsrunde am 14. März 2025 hofft. Auch im Gesundheitswesen in Berlin, insbesondere bei der Charité und den Vivantes-Kliniken, wurden nicht-ärztliche Mitarbeiter zu einem Streik aufgerufen, was dazu führt, dass planbare, nicht dringende Eingriffe verschoben werden müssen. Zeitkritische Eingriffe werden jedoch weiterhin durchgeführt.