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Fahndung nach Rassisten: Polizei sucht Täter in Bremen-Walle!

In Bremen-Walle, genauer gesagt im Stadtteil Überseestadt, fahndet die Staatsanwaltschaft gemeinsam mit der Polizei nach einem unbekannten Mann, der verdächtigt wird, zwischen dem 19. April 2024 und dem 11. März 2025 handgeschriebene Karten mit fremdenfeindlichen und volksverhetzenden Inhalten in Briefkästen eingeworfen zu haben. Die Ermittlungen haben bisher nicht zur Identifizierung des Mannes geführt.

Die betroffenen Stadtteile sind insbesondere Walle und die Überseestadt. Die Polizei hat die Fahndung bei der Öffentlichkeit beantragt und dabei Fotos sowie ein Video aus einer Überwachungskamera veröffentlicht. Der gesuchte Mann wird wie folgt beschrieben: Er ist zwischen 40 und 55 Jahre alt, hat eine kräftige und sportliche Statur und trug eine auffällig blaue Mütze sowie blaue Ringer- oder Boxerschuhe. Die Polizei bittet um Hinweise zu diesem Fall unter der Telefonnummer 0421 362-3888. Ein Video zur Fahndung ist über einen angegebenen Link zugänglich, wie [news.de](https://www.news.de/lokales/858494339/polizeimeldungen-aktuell-aus-bremen-am-01-04-2025-fahndung-heute/1/) berichtete.

Wissen über Volksverhetzung

Die Straftatbestände im Zusammenhang mit den Vorwürfen umfassen Volksverhetzung, die gemäß § 130 des Strafgesetzbuches (StGB) verfolgt werden kann. Dieser Paragraph sieht vor, dass strafbar ist, wer den öffentlichen Frieden stört, indem er zu Hass, Gewalt oder Willkür gegen bestimmte Gruppen aufstachelt. Die betroffenen Gruppen können national, rassisch, religiös oder ethnisch sein. Das Gesetz bestraft unter anderem Angriffe auf die Menschenwürde durch Beschimpfung, Verächtlichmachung oder Verleumdung mit Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren oder Geldstrafen. Die Möglichkeit der Volksverhetzung wird ausdrücklich erwähnt, da sie sich auch gegen Personen richtet, die nicht nur vorübergehend Teil einer Gruppe sind, wie [juraforum.de](https://www.juraforum.de/lexikon/volksverhetzung) schildert.

Die rechtlichen Konsequenzen im Fall von Volksverhetzung können gravierend sein, und es ist wichtig, dass die Tatbestände sorgfältig geprüft werden, um die Grenze zur Meinungsfreiheit nicht zu überschreiten.