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Am 27. Februar 2025 hat die Bremische Bürgerschaft einen Antrag der CDU abgelehnt, der ein generelles Verbot der Handynutzung an Grundschulen forderte. Dabei wurde diskutiert, dass Handys im Unterricht nur im Notfall oder mit Erlaubnis der Lehrkräfte genutzt werden sollten. Die CDU argumentierte, dass die Nutzung von Handys während des Unterrichts ablenkend sei und die Konzentrationsfähigkeit sowie das soziale Miteinander stören würde.
Die Abstimmung verlief mit einer Mehrheit gegen den Antrag: Die SPD, die Grünen und die Linke stimmten dagegen, während Bündnis Deutschland den CDU-Antrag unterstützte. Die ablehnenden Fraktionen wiesen zudem darauf hin, dass es keine Regelungslücke gebe und ein Verbot der Handynutzung im Ermessen der Schulen selbst liege, wie tagesschau.de berichtete.
Forderung nach Reduzierung der Handynutzung
Im Rahmen ihres Kinderzukunftspakets, das die Lebensrealität von Kindern verbessern soll, hob Prien hervor, dass ein Anstieg von Lese- und Schreibproblemen bei Kindern beobachtet wurde, während diese viel Zeit am Handy verbringen. Sie plant, im neuen Schuljahr verstärkt auf die Förderung von Lesen, Schreiben und Mathematik zu setzen. Ein Handlungsplan umfasst zwei zusätzliche Schulstunden in diesen Fächern an Grundschulen.
Prien appellierte an die Eltern, als Vorbilder zu agieren und die private Handynutzung während des Unterrichts und in Pausen zu verringern. Ihr Ziel ist es, die Nutzung der Handys einzuschränken, ohne jedoch ein striktes Verbot auszusprechen, wie cdu.de berichtete. Sie warnte außerdem vor den Gefahren, die Handys für Kinder darstellen, wie den Zugang zu Gewaltvideos, Mobbing, Extremismus und dem Suchtpotenzial in sozialen Medien. Prien betonte die Notwendigkeit, Schulen als Schutzraum zu gestalten, um einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu fördern.