
Die Hundesteuer in Deutschland variiert stark je nach Wohnort. Aktuell zeigt eine Untersuchung von hundemagazin.com, dass Mainz im Jahr 2025 die teuerste Stadt für Hundehalter ist, die für den ersten Hund 186 Euro jährlich zahlen müssen. Auf den Plätzen folgen Hagen und Wiesbaden mit jeweils 180 Euro. Städte wie Bonn, Bochum und Göttingen liegen ebenfalls über 160 Euro.
Im Gegensatz dazu erhebt die Stadt Ahlen im Münsterland keine Hundesteuer. In der Kategorie der günstigsten Städte heben Winsen an der Luhe mit 24 Euro sowie Deggendorf und Neumarkt mit jeweils 25 Euro hervor. Der bundesdeutsche Durchschnitt für die Hundesteuer beträgt rund 96 Euro.
Steuererhöhungen und -senkungen
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten 36 Städte die Hundesteuer, was etwa 9% der Kommunen entspricht. Die stärksten Erhöhungen wurden in Landshut (von 30 auf 60 Euro), Bocholt (von 42 auf 84 Euro), Löhne (von 40 auf 78 Euro) und Gütersloh (von 70 auf 120 Euro) verzeichnet. Allerdings senkten auch drei Städte die Hundesteuer, darunter Lage (auf 75 Euro), Zwickau (auf 108 Euro) und Merzig (auf 69 Euro).
Für den zweiten Hund liegt die Steuer im Bundesdurchschnitt bei rund 140 Euro. Teuerste Städte für Zweithunde sind Ludwigsburg (312 Euro), Wuppertal und Schorndorf (je 288 Euro), Kirchheim unter Teck (282 Euro) und Esslingen (264 Euro). Im Gegensatz dazu sind Passau (30 Euro), Deggendorf und Neumarkt (je 40 Euro) sowie Straubing (50 Euro) günstige Optionen.
Besonders auf gefährliche Hunde wird in vielen Gemeinden ein höherer Steuersatz erhoben. So beträgt die höchste Steuer in Bretten 1.660 Euro, gefolgt von Monheim am Rhein mit 1.440 Euro und Solingen mit 1.200 Euro. Neben diesen hohen Sätzen gibt es auch moderate Steuersätze, wie in Marburg und Ganderkesee, die jeweils 120 Euro fordern.
In einigen Städten, wie München und Hamburg, werden für gefährliche Hunde ebenfalls hohe Gebühren erhoben: 800 Euro in München und 600 Euro in Hamburg. Gleichzeitig wurden bei gefährlichen Hunden auch Erhöhungen dokumentiert, wie in Landshut (von 400 auf 700 Euro) und Monheim am Rhein (von 960 auf 1.440 Euro). Im Gegensatz dazu sind einige Städte wie Magdeburg und Geesthacht von den hohen Steuersätzen abgewichen und haben diese gesenkt.
In verschiedenen Städten im Landkreis Esslingen variieren die Hundesteuerpreise ebenfalls. Hier ist für die Haltung von Kampfhunden in einigen Kommunen eine zusätzliche Gebühr erforderlich. Positiv hervorzuheben ist, dass Katzen, Vögel und Hamster von der Steuerpflicht ausgenommen sind, was die Attraktivität der Hundehaltung in diesen Regionen beeinflussen könnte, wie die Stuttgarter Nachrichten berichten.
Die Daten zur Hundesteuer stammen aus den Hundesteuersatzungen und Hundeabgabeordnungen der Gemeinden und wurden zu Beginn des Jahres 2024 sowie im Februar 2025 erfasst, wie T-Online meldet.