
Im Kreis Mecklenburgische Seenplatte ist die Zahl der Verkehrsunfälle in den letzten zehn Jahren um ein Fünftel gesunken. Laut einem aktuellen Bericht von NDR gab es im Jahr 2024 rund 7000 Verkehrsunfälle. Dieser Rückgang wird auf verschiedene Maßnahmen zur Sicherung des Straßenverkehrs zurückgeführt, darunter die Installation neuer Schutzplanken, den Ausbau der Straßen und regelmäßige Kontrollen. Dennoch sind Unfälle, die mit Wildtieren in Verbindung stehen, nach wie vor häufig, mit einem Anteil von rund 40%. Zudem hat die Zahl der Wildunfälle leicht zugenommen, während Unfälle mit Radfahrern in dieser Zeit zugenommen haben.
Im Jahr 2024 verloren 14 Menschen bei Verkehrsunfällen in der Seenplatte ihr Leben. Auffällig ist, dass diese Zahl der tödlichen Unfallopfer der von vor zehn Jahren entspricht.
Statistik zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern
In einem umfassenden Bericht über die Verkehrsunfälle in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 informiert die Landespolizei über insgesamt 55.641 Verkehrsunfälle. Dies entspricht einem Anstieg von 4% im Vergleich zu 2022. Im Durchschnitt ereignet sich alle neun Minuten ein Verkehrsunfall in dem Bundesland. Tödlich verunglückte Personen erreichten 2023 mit 57 einen historischen Tiefstwert, wobei Innenminister Christian Pegel die Bedeutung der Präventionsarbeit der Landespolizei zur Verringerung von Verkehrstoten hervorhebt.
Besonders gefährlich sind die Wochenenden, an denen tödliche Unfälle häufig vorkommen. Von den vermeldeten Verkehrstoten waren 47% in Baumunfällen involviert, und die Straßenverhältnisse auf Landstraßen gelten als riskanter als auf Autobahnen. Die Einführung neuer Schutzplanken, mit 170 km an Bundesstraßen und 37 km an Landesstraßen zwischen 2017 und 2021, soll zur Verbesserung der Sicherheit beitragen. Zudem begonnene Schutzplankennachrüstungen von 2022 bis 2025 mit einem Volumen von 13 Millionen Euro sind ebenfalls Teil eines neuen Verkehrssicherheitskonzepts, das bis 2030 eine Reduzierung der Verkehrstoten um 40% zum Ziel hat.