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Mutmaßlicher Femizid bei Nürnberg: Ex-Mann wegen Mordes angeklagt!

Im Landkreis Nürnberger Land wurde die Leiche einer 49-jährigen Frau in Pommelsbrunn entdeckt. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen ihren 51-jährigen Ex-Mann erhoben, der beschuldigt wird, die Frau im September 2024 ermordet zu haben. Der Vorfall wird als mutmaßlicher Femizid eingestuft, wobei die Ermittler darauf hindeuten, dass der Mann aus einem übersteigerten Besitzdenken handelte, da die Frau erst wenige Monate zuvor die Trennung von ihm vollzogen hatte.

Der Anklage zufolge soll der Beschuldigte am 27. September 2024 in das Haus seiner Ex-Frau eingedrungen und sie im Schlaf mit einem Kleidungsstück erdrosselt haben. Die Anklage nennt das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe sowie Heimtücke, da der Verdächtige die Wehrlosigkeit des Opfers ausgenutzt haben soll. Er wurde kurz nach dem Verschwinden der Frau festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Die Kinder der Verstorbenen hatten ihre Mutter als vermisst gemeldet, was eine Suchaktion der Polizei auslöste. Ende November 2024 wurde die Leiche während einer Waldabsuche in der Nähe von Alfeld gefunden.

Strukturelle Probleme bei Femiziden

Der Vorfall in Pommelsbrunn ist Teil eines größeren Problems in Deutschland, wo laut Angaben anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2025 nahezu täglich Femizide gemeldet werden. Das Bundeskriminalamt dokumentiert alarmierende Zahlen: Im Jahr 2023 wurden 938 Frauen Opfer von versuchten oder vollendeten Tötungsdelikten, während 360 Frauen ihr Leben verloren. Es ist festzustellen, dass die Mehrheit der Tatverdächtigen bei Femiziden deutsche Staatsangehörige sind, und bei Partnerschaftsgewalt stellen Männer zu 75,2 Prozent die Hauptverdächtigen.

Es wird betont, dass Gewalt gegen Frauen ein gesamtgesellschaftliches Problem darstellt, das unabhängig von Herkunft oder Pass ist. Rechte Narrative, die Migranten als Haupttäter darstellen, schüren Ängste und lenken von der Realität ab. Der gefährlichste Ort für Frauen bleibt ihr eigenes Zuhause, was die Notwendigkeit konkreter Maßnahmen zur Bekämpfung von Femiziden unterstreicht. Dazu gehören eine konsequentere Strafverfolgung sowie eine verantwortungsvolle Berichterstattung.

Die Anklage gegen den Ex-Mann der getöteten Frau und die damit verbundenen Umstände legen den Finger in eine Wunde der Gesellschaft: Femizide müssen als strukturelles Problem erkannt und bekämpft werden, um die Sicherheit von Frauen zu gewährleisten.