
Julia Reimer wurde zur „Teacher of the Year“ an der Hochschule Emden-Leer gewählt. Die Verwaltungsprofessorin im Bereich der Molekularen Biowissenschaften hat sich in ihrer Lehre besonders mit der Nutzung von Pilzen beschäftigt. Die Wahl erfolgte durch eine Online-Umfrage unter den Studierenden, welche ihre Stimmen für Reimer abgegeben haben. Alina Struckmann und Lara Brinkmann, Biotechnologiestudentinnen, würdigen in ihren Stimmen sowohl Reimers Fachwissen als auch ihre positive Ausstrahlung und Motivation.
Reimer legt großen Wert auf die aktive Einbeziehung der Studenten in ihren Lehrveranstaltungen. Ihre Lehrstrategie kombiniert 90 Minuten Vorlesung mit 45 Minuten Gelegenheit für Fragen, was zu einem dynamischen Lehrstil führt. Am Ende jeder Veranstaltung gibt es eine Fragen-Folie, die das neu erlernte Wissen rekapituliert. Verschiedene Medien wie Animationen, Tafelbilder und Lernvideos sorgen dabei für abwechslungsreichen Unterricht. Die Studierenden berichten, dass Reimers Unterrichtsstil Neugierde weckt und sie sich von der Professorin motiviert fühlen, ihr Bestes zu geben, ohne das Gefühl zu haben, von oben herab behandelt zu werden. Reimer betrachtet ihre Studenten als die Zukunft der Forschung und möchte, dass sie ihren Lehrstil übernehmen.
Forschung zu Pilzwerkstoffen im Bauwesen
Auf der Messe BAU, die vom 13. bis 17. Januar 2025 stattfindet, präsentiert Fraunhofer UMSICHT innovative Forschungsarbeiten zu Pilzwerkstoffen als biogene Materialquelle. Der Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Allianz Bau in Halle C2, Stand 528, zeigt technische Anwendungsbeispiele für Werkstoffe aus Pilzmyzel. Im „Innovation Cube“ werden Exponate aus Myzelmaterial ausgestellt, mit dem Motto der Fraunhofer-Allianz Bau: „ZukunftsMissionBau – bezahlbar.nachhaltig.sicher“.
Die Präsentation umfasst Entwicklungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Produktivität sowie Sicherheit und Resilienz. Besonders hervorgehoben werden Methoden zur Steigerung der Produktivität durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Zudem werden CO₂-negative Verfahren und Baustoffe für energiepositive Gebäude vorgestellt.
Es werden technische Lösungen für klimaresilientes Bauen durch kreislauffähige Produktdesigns in Aussicht gestellt. Fraunhofer UMSICHT entwickelt Pilzmaterialien als biobasierte Werkstoffe, die den Ressourcen- und Klimaschutz in der Bauproduktion unterstützen. Hierzu sind technische Einrichtungen zur Herstellung, Formgebung und Funktionalisierung des pilzbasierten Werkstoffs vorhanden.
Das Myzeltechnikum bietet die notwendige Infrastruktur für Materialhandling, Wachstum und Prototypenbau und unterstützt Unternehmen bei der technischen Implementierung des Myzelmaterials. Ein besonderes Highlight der Messe ist ein 1 x 1,2 Meter großes Fassadenelement, das im Projekt Bau-DNS entwickelt wurde. Dieses Fassadenelement kombiniert integrierte Photovoltaik, Stromgewinnung, Wetterschutz und Wärmedämmung aus Pilzmaterial. Am 14. Januar findet im „Innovation Cube“ ein Vortrag mit dem Titel „Behind the artist“ um 14:20 Uhr sowie ein Workshop „Meet the artist: Pilze als Baustoff – Myzel als Wegbereiter in eine nachhaltige Zukunft?“ um 14:40 Uhr statt.
Für weitere Informationen zu Julia Reimer und ihrer Auszeichnung besuchen Sie bitte NWZOnline. Weitere Details zu den Pilzwerkstoffen finden Sie auf der Webseite von Deutsches Ingenieurblatt.