
Am Mittwoch sorgte ein lauter Knall in Varel für Aufregung unter den Anwohnern. Laut einer Radarauswertung des Luftfahrtamts der Bundeswehr waren zwei Eurofighter-Kampfflugzeuge zu diesem Zeitpunkt in der Luft und führten Trainingsflüge im reservierten Luftraum TRA Weser durch. Die Piloten trainierten zwischen 14 und 17 Uhr, wobei sie um 15:22 Uhr mit Überschallgeschwindigkeit auf Varel zuflogen und 8,5 Nautische Meilen (ca. 15,7 km) vor der Stadt abbogen.
Die Eurofighter befanden sich in Höhen von über 37.700 Fuß (ca. 11.400 Meter) und flogen mit Geschwindigkeiten zwischen 631 und 723 Knoten (ca. 1169 bis 1339 km/h). Um 15:30 Uhr fand ein zweiter Überschallflug statt. Wenn Flugzeuge die Überschallgeschwindigkeit erreichen, produzieren sie einen Überschallknall, der durch Druckverdichtungen in der Atmosphäre entsteht und kegelförmig ausgestrahlt wird. Diese Akustik kann von Menschen als Knall und Druckschwankungen wahrgenommen werden. Der Kegel, in dem der Knall wahrnehmbar ist, kann eine Breite von bis zu 80 Kilometern erreichen.
Regelungen für Überschallflüge
Überschallflüge sind nur in Höhen über 36.000 Fuß (ca. 11.000 Meter) sowie an Werktagen zwischen 8 und 12:30 Uhr und 14 und 20 Uhr zulässig. Für das Training von Abfangjägern müssen spezifische Lufträume für Verkehrsflüge freigehalten werden, die als Temporary Reserved Airspace (TRA) bezeichnet werden. Diese Ausbildungsflüge werden meist kurzfristig geplant, abhängig vom Ausbildungsbedarf, und eine vorherige Information der Bevölkerung über Flugbewegungen im Routineflugbetrieb ist nicht immer möglich. Ähnliche Übungen, wie im Dezember 2024, hatten bereits für Aufregung in der Region gesorgt, wie [nwzonline.de](https://www.nwzonline.de/friesland/knall-ueber-varel-radarauswertung-zeigt-jetzt-was-da-los-war_a_4,1,4030086409.html) berichtete.
Zusätzliche Informationen über Trainingsflüge von Eurofighter-Piloten des Bundesheeres wurden ebenfalls bereitgestellt. Der Zeitraum des Trainings ist vom 4. bis 15. November 2024 gesetzt, wobei täglich zwei Überschallflüge zwischen 8 und 16 Uhr geplant sind. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betonte die Bedeutung dieser Trainingsmaßnahmen, insbesondere vor dem Hintergrund der Erfordernisse für einen verlässlichen Luftschutz, der durch den Krieg in der Ukraine hervorgehoben wird. Diese [heute.at](https://www.heute.at/s/alle-eurofighter-in-der-luft-wo-es-jetzt-laut-wird-120070277) ausführlichen Trainings umfassen auch das Fliegen im Überschallbereich und die Koordination zwischen Militärpiloten, Radarleitoffizieren und Flugsicherung.