DortmundUmweltWetter und Natur

Vorsicht! Krötenwanderung: Autofahrer für Tierleben verantwortlich!

Autofahrer in Dortmund sind dazu aufgerufen, in den kommenden Wochen besonders vorsichtig zu fahren, da derzeit die Krötenwanderung stattfindet. Diese Wanderung der Amphibien, zu denen auch Frösche und Molche gehören, markiert den Zeitraum zwischen Winter und Frühjahr, in dem die Tiere auf dem Weg zu ihren Laichgewässern sind, wie [ruhr24.de](https://www.ruhr24.de/dortmund/dortmund-verkehr-umwelt-warnung-wetter-kroeten-wanderung-froesche-tipps-verhalten-strassen-93592221.html) berichtet.

Das Umweltamt Dortmund hat die Wichtigkeit der Rücksichtnahme auf die wandernden Tiere hervorgehoben. Warnschilder entlang der Straßen sollen Autofahrer auf die Gefahr hinweisen. Besonders ab einer Geschwindigkeit von 30 km/h können Fahrzeuge durch das sogenannte „Barotrauma“ tödliche Verletzungen bei den Amphibien verursachen.

Tipps für Autofahrer und Radfahrer

In der Zeit zwischen Dämmerung und Sonnenaufgang sind die Tiere besonders aktiv und somit erhöht sich das Risiko von Unfällen. Daher sollten Autofahrer und Radfahrer in diesen Stunden besondere Aufmerksamkeit walten lassen. Die Wanderung der Amphibien erstreckt sich in der Regel über zwei bis drei Monate mit einem Höhepunkt um Mitte März.

Um den Tieren zusätzlich Schutz zu bieten, werden in Dortmund entlang der Straßen Zäune mit Eimern aufgestellt. Diese Eimer sind entscheidend, um die Tiere vor dem Straßenverkehr zu schützen. Es ist wichtig, dass Stöcke und Stäbe in den Eimern nicht entfernt werden, damit anderen Tieren das Entkommen ermöglicht wird. Tägliche Kontrollen sind unerlässlich, um die sicheren Überquerungen der Tiere zu gewährleisten. Gefundene Tiere müssen gezählt und registriert werden, wobei auch Informationen über Geschlecht und Art erfasst werden.

Freiwillige, die sich an diesem Schutz beteiligen möchten, können sich lokalen Gruppen des NABU oder anderen Naturschutzorganisationen anschließen.

Wie [nabu.de](https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/aktion-kroetenwanderung/amphibienwanderung-aktuell.html) mitteilt, haben die milden Temperaturen in Deutschland zur Aktivität der Amphibien beigetragen, die sich ebenfalls auf dem Weg zu ihren Laichplätzen befinden. Naturschutzgruppen suchen weiterhin Helfer für den Aufbau und die Betreuung der Amphibienschutzzäune. Diese Zäune müssen regelmäßig kontrolliert werden, und Amphibien in Eimern werden über die Straße getragen.

Die Gefahr durch den Straßenverkehr bedroht nicht nur einzelne Tiere, sondern kann auch ganze Populationen gefährden. Erste Wanderungsbewegungen wurden bereits berichtet, und mit den kommenden milderen Wetterprognosen wird eine aktive Unterstützung der Amphibienretter*innen erwartet.