
Am 26. März 2025 fand ein Trauerstaatsakt für den ehemaligen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel in der Staatskanzlei in Mainz statt. In einer emotionalen Zeremonie gaben die aktuellen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) aus Thüringen und Alexander Schweitzer (SPD) aus Rheinland-Pfalz ihrem Freund und politischen Weggefährten das letzte Geleit. Bernhard Vogel, der am 2. März im Alter von 92 Jahren verstorben war, war der einzige Politiker, der in zwei Bundesländern Ministerpräsident war und verbrachte zwölf Jahre seiner Laufbahn in Rheinland-Pfalz.
Die Gedenkveranstaltung, die auf Vogels eigenen Wunsch hin gemeinsam von den Ländern Rheinland-Pfalz und Thüringen durchgeführt wurde, dauerte eine Stunde und wurde live vom SWR übertragen. Neben den beiden Ministerpräsidenten hielten auch weitere Redner, darunter der ehemalige CDU-Landeschef in Rheinland-Pfalz Christian Baldauf, eine Ansprache, um an das Lebenswerk und die Verdienste von Bernhard Vogel zu erinnern. Vogel war von 1976 bis 1988 Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz und diente anschließend von 1992 bis 2003 in Thüringen, wo er maßgeblichen Einfluss auf die politische Landschaft beider Bundesländer hatte.
Erinnerung an eine prägende politische Persönlichkeit
Bernhard Vogel war nicht nur ein bedeutender Politiker, sondern auch eine prägende Figur in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Seine Leistungen als Ministerpräsident in beiden Bundesländern und sein Engagement für die politische Einheit und Zusammenarbeit zwischen den Ländern werden noch lange in Erinnerung bleiben. Der Trauerstaatsakt bot die Gelegenheit, seine Verdienste zu würdigen und den Hinterbliebenen Trost zu spenden, während die politischen Führer seinen Einfluss auf die Länderebene reflektierten. Diese besondere Ehrung verdeutlichte das Erbe, das Bernhard Vogel hinterlässt, und das Vermächtnis, das er in der politischen Landschaft Deutschlands geschaffen hat.