Trier-Saarburg

Fridoline: Gespensterkind erleuchtet die Bühne in Saarburg!

Am ersten Sonntag im Februar fanden in der Kulturgießerei Saarburg die Aufführungen der Kindertheatergruppe „Hokus Pokus Glockenbühne“ statt. Die zweite Vorstellung des Theaterspiels, geschrieben von Karina Hausknecht, handelte von dem ängstlichen Gespensterkind Fridoline. Insgesamt wurden vier Vorführungen gegeben, bei denen elf Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren in verschiedenen Rollen, darunter Hexen, Katzen und Fledermäuse, auftraten. Der Eintritt zu den Veranstaltungen war kostenfrei.

Das Format des Stücks erinnerte an ein „Stationentheater“, in dem das Publikum Fridoline auf ihrer Suche nach einem Mittel gegen ihre Angst begleitete. Die Protagonistin hatte Angst vor der Dunkelheit und traf auf ihrem Weg verschiedene Wesen – unter anderem ulkige Hexen, Glühwürmchen sowie schlaue Fledermäuse und Katzen. Letztendlich gab Fridolines Opa den entscheidenden Ratschlag zur Überwindung ihrer Angst. Den Abschluss der Aufführung bildete ein gemeinsames Spuken aller Charaktere auf der Bühne. Das Publikum zeigte sich zufrieden und genoss im Anschluss Waffeln im Café Urban.

Theatergruppe in Pause

„Hokus Pokus Glockenbühne“ wird nun in eine verlängerte Pause gehen, wobei die Proben voraussichtlich im November wieder aufgenommen werden. Ob es eine Fortsetzung der Geschichte von Fridoline geben wird, ist noch nicht endgültig festgelegt. Weitere Informationen zur Theatergruppe sind auf der Homepage der Kulturgießerei verfügbar, wie wochenspiegellive.de berichtete.

Neue Inszenierung der Kompanie Familie Flöz

Eine andere Interpretation des Begriffs „Hokuspokus“ bringt die deutsche Theaterkompanie Familie Flöz auf die Bühne. Diese neue Produktion debütierte im Juni 2023 in Berlin und thematisiert die Entstehung sowie das Leben einer ersten Paarbeziehung. Der Titel des Stückes bezieht sich auf die vermutete Herkunft des Begriffs „Hokuspokus“, das eine Verzerrung des lateinischen Satzes „Hoc est enim corpus meum“ ist. Die Inszenierung integriert Schauspieler ohne Masken, was eine neue Perspektive eröffnet, wie dejavublog.it berichtete.

Die Handlung spielt an einem mysteriösen Ort und behandelt Themen wie das Aufziehen von Kindern, Eifersucht und den Verlust. Das Stück endet mit der Etablierung einer neuen Paarbeziehung, die einen neuen Zyklus einleitet. Besondere dramaturgische Elemente wie Musik, Geräusche und Szenenwechsel geschehen „a vista“. Der Cast umfasst unter anderem Fabian Baumgarten und Anna Kistel, und das Set-Design stammt von Felix Nolze. Die Aufführungen fanden vom 10. bis 15. Januar 2023 im Teatro Menotti statt.