
Bei der bevorstehenden Bundestagswahl 2025 wird es entscheidende Veränderungen in der Sitzverteilung im Deutschen Bundestag geben. Laut den aktuellen Informationen von Volksstimme hat Magdeburg insgesamt drei Parlamentarier im neuen Bundestag. Claudia Weiss von der AfD wird in der Opposition sitzen, während Tino Sorge von der CDU und Martin Kröber von der SPD möglicherweise in einer Koalition zusammenarbeiten könnten. Die wahrscheinlichste Option für die neue Legislaturperiode ist eine gemeinsame Regierung aus CDU und SPD.
Die verschiedenen Wahlkreise in Deutschland weisen sehr ähnliche Einwohnerzahlen auf, was Vergleiche zwischen ihnen erleichtert. Halle, Harz und Altmark/Jerichower Land haben jeweils nur einen Mandatsträger im Bundestag, während Börde/Salzlandkreis und Dessau/Wittenberg ebenfalls drei Abgeordnete stellen, wie Magdeburg. Die bevorstehende Wahlrechtsreform wird signifikante Änderungen in der Sitzverteilung im Bundestag mit sich bringen.
Änderungen durch die Wahlrechtsreform
Nach den neuesten Informationen von HSS wird die Anzahl der Abgeordneten im Bundestag auf 630 begrenzt, was eine Reduzierung gegenüber den bisherigen 598 Sitzen darstellt. Die Reform zielt darauf ab, die Sitzverteilung zu vereinfachen, indem Überhang- und Ausgleichsmandate abgeschafft werden. Künftig entscheidet die Zweitstimme alleine über die Sitze im Bundestag. Überzählige Direktmandate, die einer Partei zustehen, entfallen, wenn die Anzahl der gewonnenen Direktmandate höher ist als das Zweitstimmenergebnis. Dies bedeutet, dass auch Wahlkreisgewinner keinen Sitz im Bundestag erhalten können, wenn die Zweitstimmen nicht ausreichen.
Die Anzahl der Wahlkreise bleibt bei 299 und die Sitzverteilung erfolgt nach einem personalisierten Verhältniswahlrecht. Wähler haben zwei Stimmen: die Erststimme für einen Kandidaten und die Zweitstimme für die Landesliste einer Partei. Um in den Bundestag einziehen zu können, müssen Parteien bundesweit über 5 Prozent der Zweitstimmen oder mindestens drei Direktmandate erreichen, was die Anzahl der kleinen Parteien im Bundestag reduzieren soll und die Regierungsbildung erleichtert.