
Die Kriminalstatistik für das Jahr 2024 im Erzgebirgskreis zeigt, dass die Zahl der Straftaten auf rund 11.370 Fälle zurückgegangen ist. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies etwa 260 weniger registrierte Taten. Die Aufklärungsquote liegt bei 65,6 Prozent, was auf eine im Wesentlichen erfolgreiche Polizeiarbeit hinweist. Wie Radio Erzgebirge berichtete, war der Großteil der Delikte der Straßenkriminalität, insbesondere in Form von Sachbeschädigungen. Besonders auffällig ist der signifikante Rückgang der Rauschgiftkriminalität, während die Zahl der Gewaltdelikte im Erzgebirgskreis im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben ist und somit nicht dem deutschlandweiten Trend der steigenden Gewaltdelikte folgt.
Im Gegensatz dazu zeigt die umfassendere Polizeistatik der Polizeidirektion Chemnitz für das Jahr 2024, dass im gesamten Zuständigkeitsbereich 45.510 Straftaten registriert wurden. Hierbei konnten 29.828 Fälle aufgeklärt werden, was einer Aufklärungsquote von 65,5 Prozent entspricht. Die Gesamtzahl der Straftaten ist im Vergleich zum Vorjahr um 669 Fälle oder 1,4 Prozent gesunken. Die erhöhte Kriminalität im allgemeinen Bereich betrifft vor allem Chemnitz und den Landkreis Mittelsachsen, während der Erzgebirgskreis, wie bereits erwähnt, einen Rückgang verzeichnete, so wie die Polizei Sachsen informierte.
Details zur Kriminalität in Sachsen
Im Bereich der allgemeinen Kriminalität stieg die Fallzahl im Verantwortungsbereich der Polizeidirektion Chemnitz auf 43.201 Fälle mit einer Aufklärungsquote von 63,8 Prozent. Besonders stark zurückgegangen sind die Straftaten gegen das Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz, die um 30,5 Prozent gefallen sind. Zudem zeigte sich ein Rückgang bei den Rauschgiftdelikten auf 2.144 Fälle, sowie beim Gewaltverbrechen, wo 1.600 Fälle (-85) verzeichnet wurden. Der Anstieg der Straßenkriminalität betraf 7.289 Fälle (+238), teils bedingt durch einen Anstieg an Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen. Allgemein gesehen reflektiert die Polizeiliche Kriminalstatistik die Ergebnisse polizeilicher Ermittlungen und zeigt eine vielschichtige Landschaft der Kriminalität im Vergleich zu den Vorjahren.