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Schließfach-Coup in Lübeck: 18 Millionen Euro Schaden durch Einbruch!

In Lübeck gab es einen massiven Einbruch in die Schließfachanlage der Deutschen Bank, bei dem Hunderte von Schließfächern aufgebrochen wurden. Laut Informationen von Bild wird der Schaden auf insgesamt 18 Millionen Euro geschätzt, was weit über den ursprünglich berichteten 10 Millionen Euro liegt. Bisher sind mindestens 371 Kunden von dem Vorfall betroffen, darunter auch mehrere mit geringeren finanziellen Rücklagen.

Ein prominentes Opfer ist der 86-jährige Immobilien-Unternehmer Hans K. aus Timmendorfer Strand, der 20 Kilogramm Goldbarren im Wert von etwa 1,5 Millionen Euro in seinem Schließfach deponiert hatte. Er äußerte seine Kritik an der Deutschen Bank und deren Umgang mit den betroffenen Kunden. Ein weiterer Geschädigter, der Gastronom Nikar Jasim (37), berichtete von einem Verlust von rund 100.000 Euro, zu dem auch Hochzeitsgeschenke aus Gold und Bargeld gehören.

Sicherheitsvorkehrungen und Ermittlungen

Die Polizei hat eine Sonderermittlungsgruppe ins Leben gerufen, nachdem unbekannte Täter am 20. und 21. Dezember 2024 in die Filiale am Kohlmarkt eindrangen und 326 Schließfächer plünderten. Alarm wurde erst am Samstagmorgen ausgelöst, als die Einbrecher bereits geflohen waren, wodurch die Sicherheitsvorkehrungen der Bank stark in die Kritik geraten. Berichten von anwalt.de zufolge funktionierte die Alarmanlage, die bei einem Fehlalarm im Jahr 2022 versagt hatte, auch in diesem Fall nicht korrekt.

Die Deutschen Bank ist ebenfalls in der Kritik, weil sie keine Grundversicherung für die Schließfachkunden abgeschlossen hat. Entschädigungen sind daher nur möglich, wenn Kunden eine eigene Versicherung für ihre Schrankinhalte abgeschlossen haben. Die Ansprüche auf Schadensersatz verjähren bis zum 31. Dezember 2027. Der Vorfall hat bereits zu rechtlichen Überlegungen bei den betroffenen Kunden geführt, die möglicherweise einen Rechtsstreit gegen die Bank einleiten wollen.

Die Polizei fahndet derzeit nach vier vermummten Tätern und hat Fotos von gestohlenem Schmuck veröffentlicht. Ein Zeuge berichtete von zwei Männern, die sich in einem schwarzen Mercedes mit Laptops beschäftigt haben.