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Die katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) wird am 6. und 7. März 2025 eine Konferenz unter dem Titel „Krankheit und Leid als transformative Kraft?“ veranstalten. Ziel dieser Tagung ist es, die Bedeutung von Spiritualität in der Medizin und Pflege zu erörtern. Organisiert wird das Event von Prof. Dr. Janusz Surzykiewicz, der den Lehrstuhl für Sozial- und Gesundheitspädagogik an der KU inne hat. Die Konferenz arbeitet eng mit renommierten Institutionen zusammen, darunter die Universität Freiburg, die Universität Witten/Herdecke, die Kardinal-Wyszynski-Universität Warschau sowie die Università Cattolica del Sacro Cuore in Rom.
Die erste Konferenzhälfte wird einen Fokus auf den Austausch und die Vernetzung von Forschenden legen. Am zweiten Tag findet eine öffentliche Fachkonferenz mit Expertenvorträgen und einer Podiumsdiskussion statt. Die Tagung zielt darauf ab, konkrete Handlungsempfehlungen für eine forschungsbasierte spirituelle Fürsorge zu entwickeln, während die Relevanz von Spiritualität in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft betont wird. Es werden psychospirituelle Ressourcen hervorgehoben, die Patienten helfen können, mit Krankheit umzugehen, indem sie auf eine höhere Macht oder einen tieferen Sinn vertrauen.
Öffentliche Fachkonferenz und Anmeldung
Die öffentliche Fachkonferenz am 7. März findet in der Aula am Eichstätter Campus statt. Interessierte können sich bis zum 5. März via E-Mail anmelden. Die Teilnahmegebühr beläuft sich auf 90 Euro, inklusive Verpflegung; für Studierende und Nachwuchsforschende fällt eine Gebühr von 25 Euro an. Ein Festakt am Abend des 6. März wird eine Buchpräsentation zum Seelsorger Luigi Novarese umfassen. Es besteht auch die Möglichkeit zur Onlineteilnahme. Weitere Informationen sind auf der Website der KU verfügbar.
Zusätzlich betonen aktuelle medizinische Diskussionen die Relevanz von „Spiritual Care“ in der Gesundheitsversorgung. Das Projekt „Spiritual / Existential Care interprofessionell (SpECi)“ wurde von Dr. Astrid Giebel und Prof. Dr. med. Arndt Büssing ins Leben gerufen, um Ärzten und Pflegekräften mehr Zeit für die seelischen Belange von Patienten einzuräumen, besonders in der Palliativversorgung. In einem Online-Seminar mit Dr. med. Marianne Kloke werden spirituelle Bedürfnisse und deren Einfluss auf Heilung thematisiert. Auch die Rolle von „Spiritual Care“ beim Sterben und Trauern steht dabei im Fokus.
Die Förderung der seelischen Gesundheit, insbesondere in Zeiten von Krankheit und Leid, ist von zentraler Bedeutung. Gesprächsangebote mit Seelsorgenden können Patienten helfen, Sinn in ihrer Erkrankung zu finden. Prof. Dr. med. Arndt Büssing hebt hervor, dass „Spiritual Care“ in die medizinische Ausbildung integriert werden sollte, um die existenziell-spirituellen Bedürfnisse der Patienten besser zu erkennen und darauf einzugehen. Die Ausbildung im SpECi-Programm besteht aus zehn Modulen und zielt darauf ab, eine achtsamere Haltung im Gesundheitswesen zu fördern, was als essentiell für die psychische Unterstützung von Patienten und deren Angehörigen angesehen wird.
Die Entwicklung von Angeboten im Bereich Spiritualität kann nicht nur die Lebensqualität von Patienten verbessern, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung von Trauer und Verlust leisten, wie auch die Relevanz von spirituellen Ressourcen für die Heilungsprozesse unterstreicht.
Weitere Informationen zur Tagung finden Sie auf der [Website des Bistums Eichstätt](https://www.bistum-eichstaett.de/aktuelle-meldungen-details/news/kraft-aus-der-krankheit-tagung-zur-bedeutung-von-spiritualitaet-in-medizin-und-pflege/) sowie zur Bedeutung von „Spiritual Care“ auf der [Seite der St. Leonhards Akademie](https://st-leonhards-akademie.de/gesundheit/spiritual-care-der-einfluss-des-glaubens-auf-die-heilung.html).