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Die Bundestagswahl in Deutschland steht vor einer besonderen Herausforderung, denn sie findet am 23. Februar 2025 statt – einem Termin, der die Parteien vor unliebsame winterliche Schwierigkeiten stellt, wie [NDR](https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Gluehwein-statt-Currywurst-Herausforderungen-im-Winterwahlkampf,winterwahlkampf102.html) berichtete. Dies bedeutet im Vergleich zu den gewohnten Wahlterminen am 28. September, dass der Wahlkampf nur sieben Monate Vorbereitungszeit bietet. Die Parteien sind gezwungen, ihre Strategien an die neue Wetterlage anzupassen.
Während die CDU optimistisch in den Winterwahlkampf startet, sieht sich die SPD mit besonderen Wetterherausforderungen konfrontiert. Für die CDU beschreibt die Abgeordnete Simone Borchardt, dass man gut aufgestellt sei. Dietrich Monstadt hebt hervor, dass kaltes Wetter beim Verteilen von Flyern Vorteile bringen kann, da Plakate weniger verformen und weniger Kabelbinder benötigt werden. Im Gegensatz dazu plant die SPD, durch persönliche Gespräche an Infoständen und Veranstaltungen in den direkten Kontakt mit den Wählern zu treten. Dabei will sie alkoholfreien Punsch und rote Schals zur Unterstützung nutzen.
Wahlkampfstrategien der Parteien
Die Linke hat bereits vor Weihnachten Haustürgespräche initiiert und wird aufgrund der kalten Wetterbedingungen auf Infostände in Fußgängerzonen verzichten. Wahlkämpfende sollen dabei in Zweierteams agieren, um mögliche Übergriffe zu vermeiden. Auch die FDP setzt auf persönliche Gespräche an Infoständen. Christian Bartelt von der FDP betont die Herausforderungen, die ein Wahlkampf im Schnee mit sich bringt.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN entwickelt unter dem Motto „Heiße Getränke gegen die soziale Kälte“ ein neues Konzept, wobei kurze Gespräche in Cafés und Kneipen stattfinden sollen. Initiativen zur Qualitätssicherung werden hier auch durch ein kreatives Würfelspiel unterstützt.
Die Vorbereitungen werden nicht nur auf die Präsentation der Parteien konzentriert, sondern auch auf die Finanzierung und strategische Ausrichtung. [Süddeutsche](https://www.sueddeutsche.de/politik/bundestagswahl-wahlwerbung-parteien-li.3163397) berichtet, dass die SPD unter der Leitung von Raphael Brinkert eine neue Kampagne mit dem Slogan „Weniger Tünkram. Mehr Programm – Unser Programm zum Download.“ plant. Der Fokus liegt auf einer klaren und direkten Ansprache der Wähler, unter anderem durch 10.000 bis 15.000 Großflächenplakate und ein Gesamtbudget von 15 bis 17 Millionen Euro für den Wahlkampf.
Im Vergleich dazu plant die CDU mit einem Budget von 20 Millionen Euro, wobei das Kampagnenlogo die schwarz-rot-goldene Deutschlandkarte mit dem Motto „Wieder nach vorne.“ ziert. Für die Grünen wird ein Budget von rund 19 Millionen Euro veranschlagt, während die AfD plant, sich bürgerlich-seriös zu präsentieren und der Wahlkampfslogan „Zeit für Deutschland“ lautet.
Die FDP wird verstärkt auf digitale Strategien sowie grelle Farben setzen, plant 6.700 Großplakate und 150.000 Kleinplakate. Christian Lindner beabsichtigt, über soziale Medien direkt mit den Wählern zu kommunizieren.