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Zoff um Sportplatz: Pohlheimer Bürgermeister in Konflikt mit FC Gießen!

In einem eskalierenden Konflikt zwischen der Stadt Pohlheim und dem FC Gießen um das Sportgelände an der Neumühle in Watzenborn-Steinberg kam es am Freitagmorgen zu einem Polizeieinsatz. Pohlheims Bürgermeister Andreas Ruck hatte sich zusammen mit einem Mitarbeiter für Vermessungsarbeiten auf dem Sportplatz aufgehalten, als es zu Streitigkeiten mit Vertretern des FC Gießen kam. Ein Mitglied des FC Gießen alarmierte daraufhin die Polizei und erstattete Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs.

Die Polizei intervenierte und bat Ruck sowie seinen Mitarbeiter, das Gelände zu verlassen, was sie anschließend auch taten. Der Fall wurde an die Staatsanwaltschaft zur Klärung übergeben. Der Hintergrund des Konflikts liegt in unterschiedlichen Auffassungen über die Pachtverhältnisse auf dem Sportgelände, dessen Eigentümer die Hessische Landgesellschaft ist. Die Stadt Pohlheim fungiert als Pächterin, während der FC Gießen Unterpächter ist.

Pachtverhältnisse und neue Entwicklungen

Im August 2024 veröffentlichte Dezernent Peter Alexander eine Expertise, die den Anspruch des FC Gießen auf das Sportheim und eine kleine Freifläche bestätigte. Der FC Gießen wendet jedoch ein, auch die Sportfläche sei Teil des Pachtvertrages. Die Spannungen eskalierten weiter, nachdem das Pohlheimer Stadtparlament Anfang März einen Beschluss gefasst hatte, der dem FC Turabdin Babylon (TuBa) den Erhalt eines Sportheims auf dem Areal zusicherte. Gemäß diesem Beschluss übernimmt die Stadt die Erschließung des Geländes, während TuBa für den Bau des Sportheims aufkommt.

Zusätzlich ist zu beachten, dass mit einer Strafanzeige eine Mitteilung an die Polizei oder Staatsanwaltschaft über einen möglichen Straftatbestand gemacht wird. Nach Erhalt der Anzeige prüft die Polizei oder Staatsanwaltschaft die vorliegenden Anhaltspunkte. Bei Vorliegen von ausreichenden Beweisen wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dieser Prozess umfasst unter anderem die Vernehmung von Zeugen und Beschuldigten sowie gegebenenfalls Durchsuchungen und Beschlagnahmungen von Beweismitteln, wie Menzundpartner berichtete.