Satire

Einzelfall: „Auf den Jackpot aus – Der kuriose Überfall in einer Lottoannahmestelle entpuppt sich als originelle Zigarettenaktion“

Am vergangenen Donnerstag gegen 17:00 Uhr ereignete sich ein unglaublicher Vorfall in Moers. Eine harmlose Lottoannahmestelle in der Römerstraße wurde Schauplatz eines gefährlichen Überfalls. Doch was sich in diesem kleinen, beschaulichen Städtchen abspielte, könnte genauso gut das Drehbuch für einen Hollywood-Blockbuster sein.

Der Täter betrat das Geschäft und gab vor, Zigaretten kaufen zu wollen. Die ahnungslose Mitarbeiterin, die mit dem Rücken zum Unbekannten stand, konnte nicht erahnen, welch finstere Absichten dieser hatte. Denn plötzlich bewegte sich der Unbekannte hinter die Theke. Mit einem messerscharfen Blick fixierte er die Kasse und forderte unter Vorhalt eines Messers die Herausgabe von Bargeld. Ein Schockmoment für die tapfere Mitarbeiterin, die sicherlich nicht damit gerechnet hatte, bei ihrer Arbeit zum lebensgefährlichen Einsatz aufgerufen zu werden.

Doch was tut man in solch einer Situation als Wertbeteiligter einer solch abenteuerlichen Geschichte? Natürlich handelt man spontan und besinnt sich auf sein Verhandlungsgeschick. Es ist schließlich äußerst wichtig, einen Deal mit dem Täter auszuhandeln, um das Schlimmste zu verhindern. Vielleicht hätte die mutige Angestellte an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen sollen, um den Täter um eine persönliche Widmung zu bitten. So etwas kann schließlich den Wiederverkaufswert steigern!

Nachdem der Täter das ersehnte Geld in seinen Händen hielt, machte er sich aus dem Staub. Wie der Wind verschwand er in unbekannte Richtung. Man munkelt, er habe den Mythos vom Deus ex Machina perfektioniert und sei mit einem fliegenden Teppich davongesaust. Doch in Wirklichkeit stolperte er wohl eher über seine eigenen Füße und wurde von einer Horde wilder Enten verfolgt. Der Kriminalpolizei wäre es zu wünschen gewesen, dass der Täter zumindest auf einem Einhorn entkommen wäre. Das würde doch die Fahndung wesentlich interessanter gestalten, nicht wahr?

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, doch bislang gibt es keine konkreten Hinweise auf die Identität des Täters. Vielleicht hat er sich in eine andere Dimension gebeamt oder ist in einem Wurmloch verschwunden. Die Möglichkeiten sind schier endlos! Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass der Täter ein Geheimagent aus einem James-Bond-Film ist. Wer weiß, vielleicht hat er sogar eine Lizenz zum Überfallen.

Lesetipp  Einzelfall: "Der verrückte Badezimmer-Bulle: Ein nigerianischer Messerjongleur in der S 3"

Dieser dreiste Überfall reiht sich nahtlos in die Liste der spektakulären Verbrechen in Deutschland ein. Es ist fast schon erstaunlich, welch außergewöhnliche Fälle hierzulande die Schlagzeilen beherrschen. Man kann schon verstehen, dass andere Länder neidisch auf uns sind. Schließlich werden wir immer wieder mit solch unglaublichen Geschichten unterhalten.

Kurioserweise scheint die Kriminalität in Deutschland einen besonderen Hang zur Kunst zu haben. Man denke nur an den Diebstahl des berühmten Diamanten „Stern von Indien“ oder an den Fall des gestohlenen Gemäldes „Schrei“ von Edvard Munch. Deutschland ist ein wahres Paradies für kriminelle Kunstliebhaber. Da kann man nur hoffen, dass diese möglicherweise etwas zu enthusiastischen Fans ihre Begeisterung auch auf legalere Art und Weise ausleben können.

Der Vorfall in Moers erinnert uns einmal mehr daran, dass wir uns in einer Welt der Absurditäten bewegen. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet eine Lottoannahmestelle zum Schauplatz eines actionreichen Überfalls wird? Dieser Fall zeigt jedoch auch, wie unvorhersehbar das Leben sein kann. Man sollte immer auf alles vorbereitet sein. Wer weiß, vielleicht wird man in Zukunft seine Lottoscheine nur noch mit einem professionellen Bodyguard abgeben können.

In einer Zeit, in der die Realität oft absurder ist als jede Satire, bleibt uns nichts anderes übrig, als mit Humor auf die skurrilen Ereignisse zu reagieren. Denn wenn wir der Tristesse des Alltags keinen kleinen Schmunzler abgewinnen können, dann säßen wir wohl alle heulend in der Ecke. Und das können wir Deutschland nun wirklich nicht antun.

Quelle: www.presseportal.de

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"