Satire

Hintergrundbilder entlarvt: Wie wir alle unbewusst zum Sklaven unserer Bildschirmschoner wurden

Das Hintergrundbild. Wer hätte gedacht, dass in diesen zwei unschuldig scheinenden Worten, vereint in ewiger Liebe für unnütze Zeitverschwendung, so viel explosive Bedeutung stecken könnte? Sie sind der Grundstein menschlichen Leidens, die Quintessenz gepflegter Bedeutungslosigkeit, Essenziell für moderne Prokrastination.

Beginnen wir mit einer ehrlichen Gegebenheit, vor der niemand Angst haben sollte: Hintergrundbilder sind in der Regel eine lächerliche Affäre. Oh die Ironie – während einige Bilder bestimmt als Kunst gelten, sind die meisten einfach nur Albern. Ein niedlicher Welpe, der eine Brille trägt? Wunderbar. Ein zufälliges Naturbild, dass meiner inneren Liebe zur Ökologie gerecht wird? Fantastisch. Eine Zusammenstellung von „inspirierenden“ Zitaten, an die ich mich in der Regel schon in den ersten paar Stunden nach dem Aufsetzen nicht mehr erinnere? Brilliant.

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<h2>Sinnlose Ablenkung</h2>

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Was wir ernsthaft überschätzen, ist die Tatsache, dass wir Jahre unseres wertvollen gesellschaftlichen Lebens damit verbringen, diese Bilder auszusuchen und zu sortieren. Wir nennen es "personalisieren", um es irgendwie spürbar zu rechtfertigen. Dann ist da noch der unendliche Kosmos der gerasterten, hochauflösenden Albträume mit dem Namen "animierte Hintergrundbilder". Diese flackernden Ablenkungsmonster machen unsere Hirnzellen buchstäblich verrückt.<br />
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<h2>Ständiger Wechsel</h2>

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Wir verbringen Stunden damit, dieses „perfekte“ Hintergrundbild zu finden, um es dann in weniger als einer Woche wieder zu ändern, weil es schlicht langweilig geworden ist. Aber das ist der springende Punkt – ein Hintergrundbild ist nur ein Hintergrundbild, es ist nicht dazu gedacht, dass man es permanent anstarrt wie eine Kuh eine vorbeifahrende Eisenbahn. Und dennoch sind wir enttäuscht, wenn das „lächelnde Lama“ uns nach einer Woche nicht mehr erfreut.<br />
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<h2>Die schmutzige Wahrheit</h2>

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Die schmutzige Wahrheit ist, dass wir uns in einer Welt bewegen, die zunehmend von Bildschirmen dominiert wird. Der Laptop, das Smartphone, das Tablet, der Fernseher – die Liste ist endlos. Und auf all diesen Geräten soll etwas Sehenswertes sein. Wir zwingen diese armen Hintergrundbilder dazu, einen Zweck zu erfüllen: Uns zu erfreuen. Aber seien wir ehrlich, nicht mal der niedlichste Hund oder der majestätischste Sonnenuntergang kann das ständige Summen unserer digitalen Sklaverei lindern.<br />
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<h2>Konklusion</h2>

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Endet also hier unser Leiden? Wird es eine Zukunft ohne Hintergrundbilder geben? Werden wir eines Tages aufwachen und feststellen, dass all diese Zeit und Mühe, die wir in diese digitalen Tapeten gesteckt haben, tatsächlich völlig nutzlos und überflüssig waren? Wahrscheinlich nicht. Vielleicht sind wir verflucht, in einer Dauerschleife der Verzweiflung gefangen zu sein, in einer Welt, in der die perfekte Welle eines perfekten Ozeans nur ein Hintergrundbild-Download entfernt ist. Oder vielleicht sind Hintergrundbilder einfach der visuelle Ausdruck unseres unaufhörlichen Verlangens nach Neuheit, nach der dämlichen Vorstellung, dass die Einrichtung unserer technologischen Zellen sie weniger sterbenslangweilig machen kann.

Wer weiß? Was ich weiß, ist, dass ich mein Hintergrundbild ändern muss. Es ist schon fast eine Woche alt und das lächelnde Lama scheint schon nicht mehr so lustig zu sein.

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