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Wolfgang Thiele, ein 75-jähriger Gehbehinderter aus Waiblingen, hat sich vehement für die Einrichtung eines Behindertenparkplatzes vor der Stadtbücherei ausgesprochen. Er empfindet die gegenwärtige Situation als unzumutbar, da er gezwungen ist, von der Marktgarage zur Bücherei zu „humpeln“. In den letzten Wochen erhielt Thiele bereits drei Strafzettel, weil er in der Nähe der Bücherei parken musste. Seiner Meinung nach ist die Stadt Waiblingen nicht behindertengerecht, was in der lokalen Community Besorgnis auslöst. Wie ZVW berichtete, stellt diese Problematik nicht nur Thieles Unmut dar, sondern wirft auch Fragen zur Barrierefreiheit in der Stadt auf.
Für Schwerbehinderte, die eine außergewöhnliche Gehbehinderung haben, besteht die Möglichkeit, einen „blauen Parkausweis“ zu beantragen. Dieser Parkausweis erlaubt das Parken auf speziellen Behindertenparkplätzen mit Rollstuhl-Symbol und ist in allen EU-Staaten gültig. Der Parkausweis bietet zahlreiche Vergünstigungen, darunter das Parken für bis zu drei Stunden an Orten mit eingeschränktem Halteverbot und das kostenlose Parken an Parkuhren und Parkscheinautomaten ohne zeitliche Begrenzung. Details zu den Bedingungen und zur Beantragung stellt die Stadt auf ihrer Webseite zur Verfügung, wie waiblingen.de ausführlich erklärt.
Voraussetzungen und Beantragung
Um einen „blauen Parkausweis“ zu beantragen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, darunter eine anerkannte Schwerbehinderung mit außergewöhnlicher Gehbehinderung oder Blindheit. Der Antragsprozess kann persönlich in der Stadtverwaltung oder durch eine bevollmächtigte Person durchgeführt werden. Zudem muss der Parkausweis stets sichtbar hinter der Windschutzscheibe platziert werden. Für einen persönlichen Behindertenparkplatz sind gesonderte Anträge erforderlich, wobei kein Rechtsanspruch auf einen solchen Parkplatz besteht.