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Apotheken in NRW: Existenzkampf und dramatische Schließungen!

In Nordrhein-Westfalen ist die Situation der Apotheken angespannt. Der Sat.1-Beitrag, der am 7. Januar 2025 ausgestrahlt wurde, beleuchtet die ernsten Herausforderungen, mit denen viele Apotheker konfrontiert sind. Unter den betroffenen Apothekern ist auch Beuth von der Farma-plus Apotheke Beuth, der bereits aufgegeben hat. Der Hauptgrund für die Schließungen ist das seit über zehn Jahren nicht angepasste Honorar.

Die Inflation hat im letzten Jahrzehnt 30% erreicht, während die Gehälter um mehr als 50% gestiegen sind. Dies hat dazu geführt, dass im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen 131 Apotheken schließen mussten. Steigende Kosten und Löhne setzen viele Apotheken erheblich unter Druck. In dem Beitrag wird die Rezeptsammelbox von Beuth als „Not-Apotheke“ vorgestellt. Gesundheitsminister Laumann betont die Notwendigkeit eines „guten Mittelwegs“ zwischen einer fairen Finanzierung der Apotheken und bezahlbaren Krankenkassenbeiträgen. Dringend wird eine Lösung gefordert, um weitere Schließungen zu verhindern.

Negative Erwartungen der Apotheker für 2023

Zu den Herausforderungen, mit denen die Apotheker konfrontiert sind, gehört auch eine Umfrage, über die die Deutsche Apotheker Zeitung berichtete. Eine Umfrage unter Apokix-Teilnehmern zeigte, dass die Mehrheit negative Erwartungen für das Jahr 2023 hat. Ab Februar 2023 wird eine Erhöhung des Kassenabschlags zu finanziellen Einbußen führen, was 83% der 153 Umfrageteilnehmer dazu veranlasste, die Anpassung des Apothekenhonorars als wichtigstes Thema zu betrachten. Weitere bedeutende Themen sind der Bürokratieabbau im Apothekenalltag und die Vermeidung von Lieferengpässen.

Rückblickend auf das Jahr 2022 bewerten nur 4% der Befragten das Jahr als „sehr gut“ und 23% als „gut“. Der Durchschnitt bewertet das Jahr mit einer Note von 3,2, was im Vergleich zum Vorjahr (2,6) einen Rückgang darstellt. Der Grund für die schlechtere Bewertung sind die reduzierten Pandemie-bedingten Sondereinnahmen. Negative Erwartungen äußerten 57% der Befragten für 2023, eine deutliche Steigerung im Vergleich zu 28% im Vorjahr. Die Erwartungen an die Zukunft erreichen mit einem Index von 40,1 Punkten den niedrigsten Wert seit über 20 Jahren, während die Bewertung der Gesundheitspolitiker und Standesvertretungen weiterhin niedrig bleibt.