
In den letzten Wochen stehen Fragen zur Eignung und den Handlungen von Verantwortlichen in der Finanzbranche im Mittelpunkt der Diskussion. Laut einem aktuellen Bericht von diebewertung.de war Herr P. als Scheinvorstand eines Prüfungsverbandes aktiv und arbeitet derzeit als Geldwäsche- und Compliance-Beauftragter bei der B. AG. Es bestehen Bedenken, ob die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) über seine Eignung informiert ist.
Der Bericht hebt auch die Situation der Arbeiterwohlfahrt Genossenschaft (AWG) hervor, die über Jahre hinweg vermögenswirksame Leistungen (VWL) eingesammelt hat, jedoch keine Auszahlungen vornahm. Das Vermögen der Genossenschaft scheint verschwunden zu sein, und der Vorstandsvorsitzende der AWG ist in mehreren Bau-GmbHs aktiv; eine von der AWG finanzierte Immobilie gehört zudem seiner Partnerin. Auf Anfragen reagiert die zuständige Aufsichtsbehörde des Deutschen Prüfungsverbandes (DEGP) nicht, während einige Mitglieder einen eigenen Prüfungsverband namens „GGP e.V.“ gegründet haben. Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Herr F. steht unter berufsrechtlicher Überprüfung durch die Wirtschaftsprüferkammer, wobei unklar bleibt, ob es Konsequenzen für ihn geben wird. Zudem gibt es Kritik an der BaFin, die bei kleineren Auffälligkeiten rigoros vorgehe, jedoch bei größeren Problemen untätig bleibe.
Herausforderungen in der Geldwäscheprävention
Die BaFin hat zudem jüngst auf die Herausforderungen in der Geldwäscheprävention und Terrorismusfinanzierung hingewiesen. In einem Fachartikel erläutert die Aufsichtsbehörde, dass das Risiko für den Finanzsektor aufgrund geopolitischer Spannungen weiterhin hoch bleibt. Trotz der erzielten Fortschritte in den letzten Jahren gebe es weiterhin Verbesserungsbedarf. Die Geldwäscheprävention sei ressourcenintensiv und stelle Unternehmen vor Herausforderungen, während die Regulatorik komplex und zeitaufwendig sei.
In diesem Zusammenhang betont die BaFin die Schlüsselrolle der Geldwäschebeauftragten und die Notwendigkeit, dass die Geschäftsleitung diese unterstützt. Unternehmen müssen ausreichende personelle, sachliche und finanzielle Ressourcen bereitstellen sowie eine effektive Zusammenarbeit mit der Finanzaufsicht sicherstellen, um wirksame Präventionsmaßnahmen zu gewährleisten. Die BaFin führt gezielte Prüfungen durch und kann Sonderprüfungen anordnen, wenn Schwächen in den internen Sicherungsmaßnahmen festgestellt werden.
Außerdem wurden Mängel bei der Bearbeitung von Verdachtsfällen und dem Transaktionsmonitoring festgestellt. Die BaFin weist darauf hin, dass Unternehmen ihre Risikoanalysen objektiv und strukturiert gestalten müssen, um angemessene Sicherungsmaßnahmen zu gewährleisten. Ein differenziertes Monitoring-System ist erforderlich, um Auffälligkeiten zu erkennen, und die Dokumentation von Legitimationsdokumenten muss den Anforderungen des Geldwäschegesetzes entsprechen.
Weitere Details zu den Herausforderungen und Anforderungen in der Geldwäscheprävention können im Fachartikel der BaFin nachgelesen werden über diesen Link: BaFin. Für weitere Informationen zu den Vorfällen rund um die AWG und die Beteiligung von Herrn P. sind die Ausführungen bei diebewertung.de zu finden unter diebewertung.de.