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Am 25. Februar 2025 haben die Stadtwerke Potsdam und die Landeshauptstadt Potsdam die Urbane Datenplattform (UDP) im Pilotbetrieb veröffentlicht. Dieses Projekt ist Teil des vom Bund geförderten Modellprojekts Smart City Potsdam, das darauf abzielt, eine technologische Infrastruktur zur Verwaltung, Kombination, Analyse und Visualisierung städtischer Daten zu schaffen. Bis Ende 2026 soll die Plattform kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Die ersten Daten wurden gemeinsam mit der Landeshauptstadt Potsdam festgelegt. Ein zentrales Ziel der Plattform ist es, den Bürgern transparent zu erklären, was eine Urbane Datenplattform ist. Zu diesem Zweck wird ein Dialog über Ideen und Anwendungen über die Forumsseiten der Plattform eröffnet. Das Motto des Modellprojektes lautet grün, gerecht, innovativ. Die Entwicklung der Plattform basiert auf Open-Source-Software, und die Nutzung des LoRaWAN-Netzwerkes wurde für interessierte Personen in Potsdam freigegeben. Detaillierte Informationen zur Plattform und eine entsprechende Umfrage sind online verfügbar. Eine Veranstaltung zur Vorstellung der Plattform findet am 13. März 2025 im POTSDAM LAB statt.
Funktionen und Zielsetzung der Datenplattform
Die Urbane Datenplattform wird als digitales Herzstück einer Smart City betrachtet und soll einen zentralen Datenmarktplatz schaffen. Sie ermöglicht die Verarbeitung und Visualisierung von Daten aus verschiedenen Bereichen wie Ver- und Entsorgung, Verwaltung, Gesundheit, Bauwesen, Mobilität, Logistik, Transport und Wirtschaft. Dabei steht die Plattform sowohl Datenanbietern als auch Datennutzern zur Verfügung.
Potsdam verfügt über viele unverbundene Daten in den genannten Bereichen. Die UDP soll die Datenverknüpfung und Zugänglichkeit für kommunale und private Unternehmen sowie weitere Akteure der Stadtgesellschaft ermöglichen. Die gesammelten Daten sollen die faktenbasierte Überwachung städtischer Maßnahmen unterstützen und den Unternehmen und der Verwaltung helfen, Veränderungen nachzuvollziehen und bessere Prognosen zu erstellen. Dadurch profitieren die Einwohnerschaft, die Wirtschaft, die Wissenschaft und die Verwaltung von den Vorteilen der Plattform.
Die Stadtwerke Potsdam fungieren als Kooperationspartner und binden externe Implementierungspartner ein. Hierbei wird die Datenplattform der Hypertegrity AG für die Schulung und Umsetzung der ersten Anwendungen genutzt. Im Gegensatz zu früheren Plattformen, die Datensammlungen in schwer verständlicher Diagramm- und Übersichtform bereitstellten, verfolgt die Arbeitsgruppe „Urbane Datenplattform“ das Ziel, der Bevölkerung detaillierte und leicht verständliche Informationen zur Verfügung zu stellen. Eine Website wird erstellt, um Informationen und Daten auf verständliche Weise darzustellen.
Ein besonderer Fokus wird darauf gelegt, Daten aus dem Teilprojekt LoRaWAN zu visualisieren. Zudem wird das Open Data-Portal der Stadt Potsdam sukzessive in die UDP überführt. Ein weiteres wichtiges Thema für zukünftige Daten ist das Thema Wasser. Interessierte können Kontakt zur AG Smart City unter AG-Smart-City@rathaus.potsdam.de aufnehmen. Laut Potsdam.de soll die Plattform den Bürgern einen direkten Zugang zu städtischen Daten ermöglichen und somit die Transparenz erhöhen. Ergänzende Informationen zur Plattform finden sich auch im Artikel von Smart City Potsdam.