Weilheim-Schongau

Zukunft der Rheuma-Liga: Unterstützung in Gefahr – So geht es weiter!

Die ARGE Weilheim-Schongau der Deutschen Rheumaliga, die seit 2006 Unterstützung für Rheumakranke im Landkreis bietet, sieht sich aktuellen Herausforderungen gegenüber. Laut Merkur zählt die ARGE aktuell rund 350 Mitglieder im Alter von 32 bis 89 Jahren. Zudem gibt es auch rheumakranke Kinder und Jugendliche, die jedoch selten die Beratungsstelle aufsuchen.

Um jüngeren Betroffenen gerecht zu werden, wurde die spezielle Gruppe „Jungen Rheumatiker/35+“ gegründet. Die ARGE hat Büros in Weilheim (Angerkapellenstraße 5) und Schongau. Besonders dringend wird derzeit ein zweiter Vorsitzender sowie ein Vertreter für die 1. Vorsitzende gesucht, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr vollständig einsatzfähig ist.

Finanzielle Herausforderungen und Angebote

Die ARGE bietet zahlreiche Trainingsangebote, Beratungsstunden, Stammtische und weitere Veranstaltungen an. Ein zentrales Anliegen ist der Umgang mit Fibromyalgie, für die eine Selbsthilfegruppe eingerichtet wurde. Jedoch sieht sich die ARGE auch mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert. Die Spendenbereitschaft hat abgenommen, während viele Fördertöpfe leer sind. Verantwortliche der ARGE betonen, dass die Kosten für Therapiestätten gestiegen sind und potenzielle Sponsoren die Rheumaliga oftmals als unattraktiv betrachten.

Der Ernst der Situation wird durch die aktuelle Entwicklung der Fibromyalgie verdeutlicht, die eine individuelle Therapieanpassung durch den Arzt erfordert, wie Rheuma-Liga berichtet. Eine Kombination mehrerer Therapiearten hat sich als sinnvoll erwiesen, um den verschiedenen Symptomen gerecht zu werden.

Die medikamentöse Therapie beinhaltet oftmals Antidepressiva, die bei einigen Betroffenen helfen können, während Schmerzmittel häufig wenig wirksam sind. Neben der medikamentösen Behandlung stehen auch nicht-medikamentöse Ansätze wie Patienten-Schulungsprogramme, gezielte Bewegungsformen und psychologische Behandlungen im Fokus. Besonders wichtig sind auch Entspannungstechniken, um die Symptome zu lindern.