Weilheim-Schongau

Ehrenamtliches Engagement des BRK: 32.000 Stunden für die Sicherheit!

Die Bereitschaften des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) im Landkreis Weilheim-Schongau zeigen eine beeindruckende Bilanz des vergangenen Jahres. Mit 460 Mitgliedern in den Bereitschaften wurden 293 Sanitätswachdienste durchgeführt, was fast 100 mehr ist als im Vorjahr. Diese Dienste fanden oft parallel am gleichen Wochenende statt und brachten insgesamt über 32.000 ehrenamtliche Stunden zusammen, von denen mehr als 6.800 im Sanitätsdienst geleistet wurden.

Die Mitglieder des BRK investierten nicht nur Zeit in den Sanitätsdienst, sondern auch in ihre Aus- und Fortbildung. Zudem gibt es eine steigende Anzahl an Mitgliedern im Bereich Rettungsdienst, die hauptamtliche Kräfte entlasten und gleichzeitig praktische Erfahrungen sammeln. BRK-Helfer nahmen an Übungen in verschiedenen Einrichtungen teil, einschließlich der Mittelschule Weilheim und dem Caritas Altenheim Peißenberg.

Einsätze und Veranstaltungen

Besonders aktiv war das BRK während der Fußball-Europameisterschaft in München, wo an jedem Spieltag ein normbesetzter Rettungswagen bereitgestellt wurde. Auch beim Public Viewing im Landkreis und in München waren die Helfer im Einsatz. Zudem wurden Einsatzkräfte zu mehreren Großschadensfällen alarmiert, darunter ein Gefahrstoffeinsatz in Penzberg im Mai und ein Hochwassereinsatz in Neuburg-Schrobenhausen im Juni, zu dem ein Feuerwehr Hilfeleistungskontingent begleitet wurde.

Das Komod Festival in Weilheim musste im Juli aufgrund eines Unwetters kurzzeitig geräumt werden. Die nächste Mitgliederversammlung des Kreisverbands Weilheim-Schongau findet am Freitag, 28. März, um 18.30 Uhr im Gasthof zur Post in Eberfing statt, wo der komplette Vorstand sowie die Kreisbereitschaftsleitung neu gewählt werden.

Zusätzlich zur Bilanz der BRK-Bereitschaften im Landkreis ist es über die Region hinaus wichtig zu erwähnen, dass die Ehrenamtlichen zahlreiche Hungersnöte und medizinische Notfälle bewältigen. Die pandemiebedingten Herausforderungen, zusammen mit gestiegenen Anforderungen durch Wetter und Tourismus, führten zu einem Anstieg an Einsätzen und Krankentransporten. Die BRK-Bereitschaften kümmern sich nicht nur um die Versorgung bei Unfällen, sondern auch um die Patienten bei internistischen Notfällen. Die Finanzierung der zusätzlichen Fahrzeuge und Ausrüstung erfolgt nahezu vollständig durch Spenden aus der Bevölkerung, da die ehrenamtlichen Gruppen eine wichtige Ergänzung zu den regulären Sanitätsdiensten darstellen, wie brk-bgl.de berichtet.

Kreisbereitschaftsleiter Florian Halter hofft auf öffentliche Unterstützung für die Finanzierung von Garagen, um die Einsatzbereitschaft weiter zu sichern. Die BRK-Bereitschaften im Landkreis halten derzeit 21 zusätzliche Fahrzeuge und zehn Anhänger bereit, um auch bei hohem Einsatzaufkommen effizient reagieren zu können.