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Meisters Bautzen, ein renommierter Wurst- und Fleischwaren-Hersteller aus Deutschland, hat erneut Insolvenz angemeldet. Diese Mitteilung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen bei Einzelhändlern wie Edeka, Rewe und Kaufland stark vertreten ist.
Das Amtsgericht Dresden hat am 19. Februar 2025 ein vorläufiges Insolvenzverfahren über das Vermögen der Meisters Wurst- und Fleischwaren Bautzen GmbH eingeleitet. Die Gründe für die Insolvenz sind vielfältig: steigende Kosten für Energie, Löhne und Rohstoffe, eine einwöchige Produktionsunterbrechung, sowie eine Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Zudem führte ein Fall von Maul- und Klauenseuche zu einem Wegfall von Exportgeschäften nach Vietnam und Dänemark, während die dortige CO₂-Steuer ebenfalls gestiegen ist.
Unveränderte Betriebsabläufe und Mitarbeiterabsicherung
Trotz der Insolvenz bleibt der Geschäftsbetrieb des Unternehmens gesichert. Die Geschäftsführer, darunter der seit 2020 tätige Karl Dominick, setzen darauf, dass Produktion und Verkauf im gewohnten Umfang weiterlaufen. Die Löhne und Gehälter der 56 Mitarbeiter sind bis März 2025 durch vorfinanziertes Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit geschützt, was die finanzielle Sicherheit der Belegschaft gewährleistet.
Meisters Bautzen hat sich in der Vergangenheit durch innovative Produktentwicklungen, wie die Einführung einer Fischbratwurst, wieder wettbewerbsfähig gemacht, nachdem das Unternehmen bereits einmal insolvent war. Die Waren des Unternehmens sind weiterhin in den Regalen der Supermärkte erhältlich. Karl Dominick äußerte sich optimistisch über die Zukunft des Unternehmens und betonte, dass man kreativ im aktuellen Insolvenzverfahren agieren möchte. Kunden können nach wie vor beliebte Produkte wie Grützwurst und Jägerschnitzel erwarten, während das Unternehmen auch einen Werksverkauf und einen Onlineshop über Amazon betreibt.