Kriminalität und JustizMainzWorms

Verurteilung in Mainz: Fünf Jahre Haft für Stiefvater wegen Missbrauchs

Ein 37-jähriger Mann wurde vom Landgericht Mainz zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt. Dieses Urteil wurde ausgesprochen, nachdem der Angeklagte, Mustafa T., gestand, seine Stieftochter über einen Zeitraum von fast fünf Jahren sexuell missbraucht zu haben.

Die Taten begannen im Jahr 2019, als das Opfer gerade 12 Jahre alt war. In insgesamt etwa 80 Fällen wurden die Übergriffe als erwiesen angesehen. Die Tatorte umfassten zwei Dönerläden in Worms, die der Angeklagte betrieb, sowie die gemeinsame Wohnung. Im Rahmen des Prozesses, der hinter geschlossenen Türen stattfand, um das Opfer zu schützen, gab Mustafa T. die Vorwürfe über seinen Anwalt „vollumfänglich“ zu und äußerte Bedauern über seine Taten.

Prozessdetails und Täter-Opfer-Ausgleich

Mustafa T. ist seit 2006 in Deutschland und besitzt die türkische Staatsbürgerschaft. Der Döner-Imbiss, den er 2015 eröffnete, erzielte monatlich einen Umsatz von 4000 bis 5000 Euro. Zwischen 2019 und 2024 sollen die Missbrauchstaten stattgefunden haben. Im Rahmen eines Täter-Opfer-Ausgleichs bot der Angeklagte der Stieftochter eine finanzielle Entschädigung von 10.000 Euro an.

Die Öffentlichkeit war weitgehend vom Prozess ausgeschlossen, um das Opfer zu schützen. Die Verurteilung durch das Mainzer Landgericht stellt einen weiteren Schritt in einem erschütternden Fall dar, der für viel Aufsehen gesorgt hat. Das Verfahren wird fortgesetzt, und weitere Einzelheiten sind absehbar.