Bad Tölz-WolfratshausenDeutschland

Kulinarische Entdeckungsreise: Leckereien aus Oberbayern und ihre Helden!

Die zweite Reise der Landfrauen führt nach Oberbayern, wo sie verschiedene kulinarische Schätze entdecken. Andrea Meßmer, gebürtige Münsterländerin, lebt mittlerweile in Jachenau im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie eine Yakzucht ins Leben gerufen, um den alten Familienhof zu erhalten.

Durch die Beobachtung der Yaks entwickelte Andrea eine Leidenschaft für Wildkräuter. Ihr Menü besteht aus Kurzgebratenem vom Yak als Hauptspeise und einem Dessert aus Fichtenspitzen-Topfenknödeln an Beeren-Ragout mit Yakherz-Parmesan. Auf ihrer Reise machen die Landfrauen zudem einen Abstecher zur Staffelalm oberhalb des Walchensees.

Die Gäste von Andrea Meßmer

Andrea Meßmer empfängt mehrere Gäste, die ebenfalls landwirtschaftliche Betriebe führen. Dazu gehört Leonie Froböse, die in Ostwestfalen-Lippe Schwäbisch-Hällische Landschweine und Angusrinder züchtet. Verena Krimbacher hat in Schwaben Milchvieh, Weideochsen und Urgetreide. Laura Alena Schmid betreibt einen Hof auf der Schwäbischen Alb mit Galloway-Rindern, Hühnern und Ziegen. Rahel Kremershof hält Bio-Rinder, Hühner und Schafe im Bergischen Land, während Steffi Huber im Schwarzwald lebt und Bier sowie Schnaps herstellt.

Ein weiterer Fokus der Reise sind die Schwäbisch-Hällischen Landschweine. Diese Rasse hat ihre Wurzeln in Baden-Württemberg, wo die Tiere eine schwarz-weiße Färbung aufweisen und meist als Fleischlieferanten genutzt werden. Laut [herz-fuer-tiere.de](https://herz-fuer-tiere.de/landtiere/schweine/schweinerassen-von-a-bis-z/schweinerassen-mit-s/schwaebisch-haellisches-schwein) können Eber bis zu 350 Kilogramm wiegen und erreichen eine Größe von etwa 90 cm, während die Sauen 280 Kilogramm wiegen und 80 cm groß sein können.

Die Zucht der Schwäbisch-Hällischen Landschweine hat eine interessante Geschichte: Im späten 18. Jahrhundert wurden Landschweine vom „Hällischen Schlag“ in Württemberg eingeführt und später mit chinesischen Maskenschweinen gekreuzt. Der Rassestandard wurde um 1925 erstellt, allerdings erlebte die Rasse nach dem Zweiten Weltkrieg einen Rückgang, sodass sie in den 80er-Jahren als ausgestorben galt. Heute gibt es jedoch über 1.000 Haltungsbetriebe, die sich um diesen traditionellen Schweinehaltung bemühen.